Externe Suche

Themen

Die Pelletheizung als Alternative zur Beheizung mit Öl oder Gas


Die Pelletheizung als Alternative zur Beheizung mit Öl oder Gas

Die Pelletheizung bietet grundsätzlich den Komfort einer klassischen Öl- oder Gasheizung. Sie kann bei Umrüstung in bestehenden Gebäuden direkt an das bereits existierende Heizsystem angeschlossen werden. Der Schornstein sollte natürlich hierfür ausgelegt sein. Daher ist zuvor unbedingt der Schornsteinfeger zu informieren. Eventuell ist noch eine Schornsteinsanierung erforderlich.

Die Pelletheizung als Alternative zur Beheizung mit Öl oder Gas; Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Die Pelletheizung als Alternative zur Beheizung mit Öl oder Gas; Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Funktionsweise der Pelletheizung

Grundsätzlich sollten bei Holzheizungen ein Pufferspeicher eingesetzt werden. So kann die überschüssige Wärme direkt in den Pufferspeicher übertragen werden. Ansonsten funktioniert die Pelletheizung meist nahezu vollautomatisch (Beschickung durch Förderschnecke, Entzündung durch Heißluft und Kesselreinigung durch Rütteln).

Die Pelletheizung hat einen sehr hohen Wirkungsgrad von ca. 85 bis 95 Prozent (im Volllastbetrieb). Der Ascheanteil ist äußerst gering und lässt sich nicht mit der klassischen Feuerung von Kohle und Scheitholz vergleichen. Entsprechend positiv sind auch die Abgaswerte. Inzwischen gibt es zudem neue Feinstaubfiltertechnologien, die gemäß der neuen gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte den Feinstaub mit entsprechenden Filtern aus den Abgasen entfernen.

Hinsichtlich der Verbrennung gibt es verschiedene Techniken: die Unterschubfeuerung, die Quereinschubfeuerung, der Einsatz eines Walzenrostsystems oder ein die speziell für die Pelletverbrennung entwickelte Fallrohr.

Natürlich besitzt eine Pelletheizung auch eine Rückbrandsicherung, so dass  ein „Rückbrand“ in den Zubring-/Lagerbereich der Pellets nicht möglich ist. Reinigungs- und Wartungsarbeiten sind nur im Wochen oder Monatsabstand erforderlich.

Bezüglich der Kosten und des Platzbedarfs von Pellets lohnt sich ein Vergleich mit anderen Brennstoffen. Insgesamt sind Pellets deutlich günstiger als Öl oder Gas. So ersetzen ein Kubikmeter geschüttete Pellets den Heizwert von etwa 320 Liter Öl! Neueste Studien von Stiftung Warentest ergaben übrigens ebenfalls, dass Pelletheizungen im Verbrauch sowohl bei Neubau als auch bei Altbau hinsichtlich der laufenden Heizkosten mit zu den günstigsten Heizungen gehören.




Fördermöglichkeiten zur Pelletheizung gibt es aktuell über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Hierbei sind Förderhöhen von 1.400 Euro bis 2.900 Euro für die Umrüstung auf eine Pelletheizung möglich (Stand 10/2012).

Sehr beliebt ist nicht nur der Einsatz eines Pelletkessels im Keller (als Ersatz für den alten Ölkessel), sondern auch der Einsatz eines Pelletkaminofens in der Wohnstube. Dieser ist im Optimalfall mit einer Wassertasche ausgerüstet und speist die überschüssige Wärme (das sind über 80 %) in den Pufferspeicher. Nur 10 bis 20 % verbleiben als Strahlungswärme in der Wohnstube und der Rest dient der Beheizung des gesamten Gebäudes (und eventuell der Warmwasserbereitung). Die Beschickung ist in diesem Fall jedoch oftmals halbautomatisch oder manuell.

Die Komplettkosten für eine Pelletheizung liegen zwischen 12.000 und 18.000 Euro (je nach Anlagentyp).

Fazit:

Die Umrüstung von einer alten Gas- oder Ölheizung auf eine Pelletheizung lohnt sich finanziell immer. Zum einen ist der Energieträger deutlich preiswerter und zum anderen arbeitet die neue Anlage deutlich effektiver. Und nicht zuletzt leistet man zusätzlich einen erheblichen Beitrag für die Umwelt.

Weitere Beiträge zum Thema Heizung & Pelletheizung


Kommentar

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>