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Kosten einer Gebäude – Energieberatung


Kosten einer Gebäude – Energieberatung / Vor – Ort – Beratung

Gebäude – Energieberatung : Kosten für die Vor – Ort – Beratung mit und ohne BAFA – Zuschuss

Sollten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, so ist eine unabhängige Vor-Ort-Beratung zu empfehlen. Viele Vorurteile können so beseitigt und Halbwahrheiten aufgeklärt werden. Sollten Fördergelder beantragt werden, so ist sogar oftmals eine Beratung bzw. eine Bestätigung durch einen Energieberater gefordert. Diese Bestätigung beinhaltet, dass beispielsweise wirklich ein bestimmter Effizienzstandard erreicht wird. In diesem Fall ist es auch meist dieser Energieberater, der anschließend die energetische Baubegleitung durchführt. Für bestimmte Förderprogramme ist diese Baubegleitung empfohlen oder sogar zwingend notwendig. Hier stellt sich nun jedoch die Frage, was darf diese Energieberatung überhaupt kosten?

Kosten einer Gebäude – Energieberatung; Bild: Ralph-Thomas Kühnle / pixelio.de

Kosten einer Gebäude – Energieberatung; Bild: Ralph-Thomas Kühnle / pixelio.de

Was kostet eine Energieberatung ?

Die Kostenspanne für eine Enegieberatung für ein Ein- oder Zweifamilienhaus liegt in der Regel zwischen 0 und 1.500 €. Diese Spanne ergibt sich aus dem Beratungsumfang und möglicherweise weiteren Beratungszuschüssen. Im Folgenden soll die Preiszusammensetzung etwas genauer unter die Lupe genommen werden.

Obere Preisspanne

Die Preise für eine Energieberatung sind grundsätzlich frei verhandelbar. Die Kosten sind abhängig von den vereinbarten Leistungen: Anfahrt, Vor-Ort-Begehung, Datenaufnahme, Berechnungen zum Ist-Zustand, Berechnungen von Modernisierungsvarianten, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Thermografie-Untersuchungen, Beratungsbericht, Beratungsgespräch … Je nach Aufwand kann die Energieberatung für eine sehr umfassende Beratung durch einen unabhängigen Gebäudeenergieberater für ein Einfamilienhaus leicht zwischen 600 und 1.500 EUR für ein Ein- oder Zweifamilienhaus kosten.

Förderzuschüsse

Für diese umfangreiche Vor-Ort-Beratung (d.h. inklusive Berechnungen) sind in der Regel Fördermöglichkeiten durch das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gegeben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine absolut unabhängige Beratung durch einen zugelassenen Energieberater handelt (Beraterliste: energie-effizienz-experten.de). In diesem Fall können bis zu 60 Prozent der Beratungskosten über den Zuschuss abgedeckt werden. Der Höchstzuschuss beträgt hierbei für Ein- oder Zweifamilienhäuser maximal 800 Euro und für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten maximal 1.100 Euro. Weitere Extradienstleistungen, wie beispielsweise Thermografie oder Stromsparberatung, gibt es bei Aufpreis.

Untere und mittlere Preisspanne

Auch etwas kostengünstiger existieren noch viele Beratungsvarianten (beispielsweise ohne Berechnungen oder ohne Beratungsbericht oder ohne Betrachtung zahlreicher Sanierungsvarianten). Teilweise sehr kostengünstige Energieberatungen bieten so auch einzelne Handwerksfirmen an. Der Vorteil ist in diesem Fall: Man hat gleich die (passende) Fachfirma zur Hand. Zudem sind diese Beratungen meist sehr kostengünstig oder kostenfrei, sofern man die emfohlenen Maßnahmen zugleich bei dieser Handwerksfirma ausführen lässt. Der Nachteil: Die Beratung ist oftmals nicht unabhängig, sondern dient der Auftragsakquise der Firma.

Müssen nur einzelne Fragen geklärt werden, so ist die Verbraucherzentrale ein guter Ansprechpartner. – Eine unabhängige Beratung bei der Verbraucherzentrale kostet in einem ihrer Beratungsstützpunkte aktuell nur ca. 5 Euro. Eine Vor-Ort-Beratung durch die Verbraucherzentrale (ohne Berechnungen) kostet zwischen 20 und 60 Euro. Hier gibt es den Gebäude-Check zu allgemeinen Fragen oder den Detail-Check bei sehr speziellen Fragestellungen.

Förderzuschüsse

Bei den Beratungen durch die Verbaucherzentralen handelt es sich um geförderte Beratungen, wobei die Zuschüsse bereits von den angegebenen Kosten abgezogen sind. Ansonsten könnten diese Beratungen natürlich nicht für 5 bis 60 € von den Verbraucherzentralen realisiert werden.



Kostenlose Energieberatungen

Kostenlose Energieberatungen gibt es in der Tat nur sehr begrenzt und oftmals nur auf einzelne Teilbereiche begrenzt.

Ausschließlich den Stromverbrauch betreffend, gibt es einen kostenlosen Stromspar-Check, den  der Caritasverband gemeinsam mit den Energie- und Klimaschutzagenturen anbietet. Dieser ist hauptsächlich an Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld gerichtet. Stromsparhelfer prüfen kostenlos vor Ort den Stromverbrauch und installieren zudem kostenlose Sparhelfer.

Des Weiteren bieten zahlreiche regional ansässige Energieversorger in ihren Kundenzentren kostenlose Beratungen zum Thema Stromsparen an. Manche Versorger (Stadtwerke) bieten einkommensschwachen Haushalten auch kostenlose Vor-Ort-Beratungen inklusive eines Energiespar-Pakets an.

Ferner bieten viele Energie- und Klimaschutzagenturen eine kostenlose Erstberatung zu Themen wie Stromsparen, erneuerbare Energien und Fördermöglichkeiten an.

Bezüglich einer Gebäudeenergieberatung vor Ort bieten teilweise einzelne Handwerksfirmen kostenlose Energieberatungen an, sofern anschließend auch die empfohlenen Maßnahmen über dieses Unternehmen ausgeführt werden. Hier lohnt sich die Nachfrage, wobei aufgrund der fehlenden Unabhängigkeit der Firmen, möglicherweise keine KfW-Förderung für die durchzuführenden Maßnahmen möglich sein könnte. Auch dieser Punkt sollte vorab abgeklärt werden.

Fazit:

Die Energieberatung sollte im Rahmen der Gesamtplanung als eine sehr sinnvolle Investition angesehen werden. Selbst die Bewahrung vor einer Fehlinvestition, macht die Energieberatung insgesamt sehr lohnenswert. Der erforderliche Beratungsumfang sollte jedoch vorab genau überprüft werden und das entsprechende Beratungsangebot sollte hiernach ausgewählt werden.

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