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Gesetzmäßigkeiten der Börse


Gesetzmäßigkeiten der Börse

Entgegen unserer menschlichen, natürlichen Biologie und ihrer Einbettung in die Zeitläufe folgt jedoch die Börse anderen Gesetzmäßigkeiten. Der Mathematiker Benoit Mandelbrot, der sich über dreißig Jahre mit der Thematik beschäftigt hat, brachte es in seinem Buch „Fraktale und Finanzen“ auf den Punkt: Die Zeit an der Börse ist gedehnt und gestaucht, es finden nach langen Stagnationsphasen Ereignisse in rascher Abfolge statt, die Ausschläge entziehen sich jeder „Glockenkurvenstatistik“ (die Wahrscheinlichkeitsberechnung, die Carl Friedrich Gauß Anfang des 19. Jahrhunderts aufgestellt hat), es ist also das Unwahrscheinliche eher zu erwarten als das nach menschlichem Verständnis Wahrscheinliche.

Gesetzmäßigkeiten der Börse; Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Gesetzmäßigkeiten der Börse; Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

 

Am ehesten könnte man es mit dem Wetter vergleichen: Laut 100-oder 1000jährigem Kalender dürfte es das kaum geben, trotzdem folgt manchmal ein Hochwasser im 5-Jahres-Takt auf das nächste, wo es vorher Jahrzehnte solche Katastrophen nicht gab.

Was also kann mit der Börse geschehen?

Genau dies fragen sich die Anleger. Und so ist die Entwicklung der Leitindizes von einem vorsichtigen Anstieg und langen Seitwärtsbewegungen geprägt, die Prognosen sind in wirtschaftlicher Hinsicht für Deutschland durchaus optimistisch, aber den Mut zu Aktienanlagen in großem Stil bringen Privatanleger nur punktuell auf. Die Fondsmanager wiederum verlegten sich während der Finanzkrise und der darauffolgenden Monate auf Anlagemodelle, die von Seitwärtsbewegungen an den Märkten mittel Bonuszertifikaten partizipieren sollten oder hedgten sich gar mit Leerverkäufen in bestimmten Assets gegen zu befürchtende Verluste, jedoch genau diese Fonds erreichten nur noch eine kümmerliche Performance, nachdem der Dax im Oktober 2010 aus einer halbjährigen Seitwärtsbewegung über die 6400 Punkte ausgebrochen war. Der Dow und der S&P sind schon weiter: Der Trend in Richtung der All-Time-Highs scheint stabil, dabei nicht überhitzend, Geithners Bankrottbeschwörungen zum Trotz.



Dennoch mahnen gerade -aber nicht nur – die beiden Krisen aus 2000 und 2007/08 – zur Vorsicht. Insgesamt kann man durchaus feststellen, dass die enormen Kursgewinne der 80er und 90er Jahre langrfristig gesehen nicht die Regel sein werden. Verluste sind sind möglich, auch über längere Zeiträume gesehen. Wichtig ist hierbei, dass man es schafft rechtzeitig zu verkaufen, um die Verluste zu vermeiden oder zu minimieren. Insbesondere Hausbesitzer, die mit Aktien ihr Haus finanzieren wollen oder ihren Ruhestand, sollten auf Sicherheit achten und ihren Gewinn möglichst vorher in Sicherheit bringen.

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