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Effizient Heizen

Effizient Heizen

In Zeiten ständig steigender Energiepreise stellt sich öfter die Frage: Wie kann ich wirtschaftlich und intelligent meine Wohnung beheizen?

Eisspeicher

Eisspeicher – Funktionsweise & Kosten; Bild: Maik Schwertle / pixelio.de

Eisspeicher sind in den letzten Jahren immer häufiger zum Einsatz gekommen. Was versteht man unter einem Eisspeicher? Wie funktioniert er? Was kostet er?

Wasseruhr

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Eine Wasseruhr, die zu groß dimensioniert ist, kann für Hausbesitzer und Mieter teuer werden. Was hat es damit auf sich?

Fußbodenheizung

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Viele Hausbesitzer verfügen über eine elektrische Fußbodenheizung oder überlegen, ob man sich diese nachträglich einbauen lassen sollte. Doch was verbraucht eine solche Fußbodenheizung an Energie?

Brennstoffzelle

Brennstoffzelle

Wie funktioniert eine Heizung mit Brennstoffzelle? Welche Kosten sind zu erwarten?

Brennwertkessel

Brennwertkessel

Wie effizient ist ein Brennwertkessel ?
Vergleich der Nutzungsgrade und Jahresverluste bei Niedertemperatur- und Brennwerttechnik

Heizöltank

Heizöltank

Informationen zum Heizöltank für die Ölheizung – Vorschriften, Wartung und Kauf

Kaufvertrag

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Egal, ob es sich um den Kaufvertrag für ein Auto oder einen anderen mobilen Gegenstand handelt, viele Geschäfte sollten mit einem gültigen Vertrag „besiegelt“ werden.

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Vorteile und Nachteile einer Infrarotheizung. Ein Beispiel für eine moderne und effiziente Infrarotheizung ist eine Infrarot Hybridheizung.

Wohnung renovieren

Wohnung renovieren

Durch Renovieren lässt sich die Wohnung verschönern und die Wohnqualität verbessern.

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Schlafzimmer einrichten und renovieren

Ratgeber – Energiesparen im Haushalt


Ratgeber – Energiesparen im Haushalt

Energiesparen im Haushalt ist längst nicht mehr „nur“ ein politisches Ziel zum Klimaschutz und zur Umsetzung der Energiewende. Die einen sparen, weil sie „sparen wollen“ (und die CO2-Emissionen reduzieren wollen), die anderen sparen, weil sie sich die enorm gestiegenen Energiekosten nicht mehr leisten können oder wollen. Doch das Energiesparen im Haushalt kann nicht allein durch Anschaffung neuer Techniken erreicht werden. Auch das Nutzerverhalten muss sich dem anpassen. Dabei soll Energiesparen natürlich nicht bedeuten, dass man abends im Dunkeln oder nur bei Kerzenschein sitzen muss. Doch könnte beispielsweise eine kleine 1 Watt-LED-Lampe diese Hintergrundbeleuchtung abends vielleicht auch erfüllen … Dieser Ratgeber soll helfen und aufzeigen, wie durch einfache Maßnahmen (und ohne Komfortverzicht) im Haushalt Strom und damit auch Kosten eingespart werden können. Gern können unten im Diskussionsteil einzelne Erfahrungen oder Anmerkungen ergänzt werden.

 

Energiesparen geht anders: Halogen Deckenfluter mit einem Verbrauch von etwa 300W

Energiesparen geht anders: Halogen Deckenfluter mit einem Verbrauch von etwa 300W

 

Hier einige kurz gefasste Tipps zum Energiesparen im Haushalt:

 

1. Ratgeber – Kühlen und Gefrieren

Kühl- und Gefriergeräte sind das gesamte Jahr in Betrieb und laufen daher teilweise mehrere Stunden täglich. Im Vergleich zum Kühlschrank der Energieeffizienzklasse D benötigt ein vergleichbarer Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A nur noch die Hälfte der Energie und ein hocheffizienter Kühlschrank der Effizienzklasse A+++ nur noch weniger als 20 Prozent der Energie. Bei Neukauf sollte man jedoch nicht nur auf die Effizienzklasse achten, sondern mindestens ebenso auf die erforderliche Größe und die erforderlichen Funktionen. Kann der Kühlschrank kleine gewählt werden oder ist eine Kühl-Gefrierkombination gar nicht erforderlich, so kann langfristig nicht nur am Kaufpreis, sondern auch am täglichen Stromverbrauch gespart werden.

Tipps zum Energiesparen im Haushalt:

  • Geräte ohne Abtauautomatik regelmäßig abtauen und keine Eisschicht entstehen lassen
  • Optimale Temperatur einstellen (im Kühlschrank: 7-8 °C / im Gefrierschrank: -18 °C)
  • Türen nur für kurze Zeit öffnen; keine warmen Speisen reinstellen
  • Technische Details: Dichtgummis regelmäßig überprüfen; Kühlgitter auf der Rückseite regelmäßig entstauben

 

2. Ratgeber – Geschirrspülen

Auch bei Geschirrspülern gibt es inzwischen Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ auf dem Markt. Weisen die Geräte einen Warmwasseranschluss auf, so benötigen sie etwa 40 % weniger Strom. Das ist besonders empfehlenswert, wenn Warmwasser beispielsweise über eine solarthermische Anlage erzeugt wird. Aber auch, wenn das Warmwasser über beispielsweise eine Gasheizung erzeugt wird, können Energiekosten eingespart werden.

Tipps zum Energiesparen im Haushalt:

  • NICHT mit der Hand spülen, sondern den Geschirrspüler nutzen
  • Geschirrspüler möglichst voll beladen
  • niedrige Temperaturen wählen
  • wenn möglich Sparprogramme nutzen

 

3. Ratgeber – Kochen, Backen und Braten

Während es für Elektro-Backöfen bereits vorgeschriebene Energieffizienzklassen (A bis G) gibt, existieren für Kochfelder noch keine EU-Label.

Ein Beispiel – Neff Mega BM 1542 N EU: Der Neff Backofen steht für Qualität im Alltag. Dieser Backofen besitzt die Energieeffizienzklasse A. Doch eigentlich beträgt der Energieverbrauch A-20%, da er 20 Prozent sparsamer (0.79 kWh) ist als der Grenzwert (0.99 kWh) zur Energieeffizienzklasse A.

Analog gibt es keine festgeschriebenen Kriterien für alle Gasgeräte. Kochen und Backen mit Gas ist jedoch grundsätzlich deutlich kostengünstiger als die Zubereitung mit Strom.

Klassische (Elektro-)Kochfelder mit einer Gusseisenplatte benötigen den meisten Strom. Etwas geringer ist der Strombedarf bei Glaskeramikplatten (Ceranflächen), die Infrarot- oder Halogenstrahler unterhalb der Platte besitzen. Die preiswertesten Art mit Strom zu Kochen erfolgt über Induktionskochfelder. Der Vorteil ist, dass die „Platten“ nicht sehr heiß werden (da die Erwärmung über magnetische Wechselfelder erfolgt). Der Nachteil ist, dass spezielles Kochgeschirr benötigt wird.

Tipps zum Energiesparen im Haushalt:

  • Topfgröße passend zur Kochplatte wählen
  • Abschalten vor Ende der Kochzeit (oder Backzeit) und die Restwärme nutzen
  • Dampfkochtöpfe nutzen (- das senkt die Garzeit um 30 bis 60 Prozent)
  • Eventuell auf andere Stromsparendere Geräte ausweichen (Wasserkocher, Kaffeemaschine, Toaster, Mikrowelle, Eierkocher)

 

4. Ratgeber – Wäsche waschen

Der größte Anteil an Strom wird beim Waschen nicht für den Waschgang, sondern für das Aufheizen des Wassers benötigt. So wird bei einem Waschgang mit 90 °C Waschtemperatur etwa fünfmal so viel Strom verbraucht wie bei einem Waschgang mit 30 °C Waschtemperatur. Bei 60 °C Waschtemperatur wird noch dreimal so viel Energie verbraucht. Übrigens können „moderne“ Waschmaschinen mit einer Waschtemperatur von 40 °C die gleiche Waschleistung erbringen wie 15 Jahre alte Waschmaschinen bei 60 °C Waschtemperatur – und dabei ist der Strom- und Wasserbedarf neuer Waschmaschinen natürlich deutlich geringer.

Bei Neukauf ist zu berücksichtigen, dass die effizientesten Geräte inzwischen die Effizienzklasse A+++ aufweisen.

Tipps zum Energiesparen im Haushalt:

  • Waschtemperatur möglichst niedrig wählen (- meistens sind 30 °C ausreichend)
  • Waschmaschine möglichst voll bestücken (- keine „halbe“ Waschladung)
  • wenn möglich auf die Vorwäsche verzichten
  • wenn möglich auf Schonwaschgang verzichten (- da hier der Wasserstand höher ist und die Beladung meist geringer)

5. Ratgeber – Wäsche trocknen

Wäschetrockner treiben die Stromrechnung in die Höhe. Unterschieden wird meist zwischen dem Ablufttrockner und dem Kondensationstrockner.

Der Ablufttrockner saugt Umgebungsluft an, erwärmt diese und gibt letztendlich die feuchtwarme Luft nach außen ab. Gasbeheizte Geräte sind hierbei deutlich kostengünstiger.

Der Kondensationstrockner gibt die kondensierte Feuchtigkeit direkt in das Abwasser (oder sammelt sie in einem Behälter). Der Strombedarf ist bei diesen Geräten etwa 5 bis 10 Prozent höher im Vergleich zum Ablufttrockner. Neue Kondensationstrockner haben teilweise bereits eine Wärmepumpe integriert, die die „Abwärme“ wieder dem Kreislauf zuführt, so dass etwa 40 bis 50 Prozent weniger Strom benötigt wird.

Bei Neukauf reichen die Effizienzklassen bis A (- das heißt, es gibt hier noch nicht A+, A++ oder A+++). Geräte ohne Wärmepumpe werden generell in die Effizienzklasse B und C eingestuft.

Tipps zum Energiesparen im Haushalt:

  • Wäsche möglichst im Freien (ohne Trockner) trocknen lassen
  • Geräte möglichst voll beladen
  • Bei Geräten ohne Feuchtefühler darauf achten, dass die Wäsche nicht „übertrocknet“ wird
  • Die Wäsche zuvor möglichst bereits bei 1.200 bis 1.400 Umdrehungen pro Minute trocken schleudern

 


6. Ratgeber – Multimedia (Computer, Telefon, Fernseher, DVD-Rekorder, Musikanlage & Co.

Nahezu jeder Haushalt besitzt irgendetwas davon: Fernseher, Video- oder DVD-Rekorder bzw. Player, Set-top-Box, Fernbedienungen, ein oder mehrere Computer sowie Festnetztelefone und / oder Handys. Ein Computer (ohne Zubehör) kann zwischen 40 und 300 Watt verbrauchen, ein Notebook zwischen 10 und 100 Watt, der Monitor zwischen 20 und 120 Watt, der Drucker (im Druck) zwischen 10 und 400 Watt… Hinzu kommen DSL-Router, Netzteile oder Ladestationen für Telefone und Smartphones …

Ältere Geräte haben zudem noch einen hohen Standby-Verbrauch, so dass möglichst alle Geräte (sofern möglich!) bei Nicht-Nutzung über schaltbare Steckerleisten komplett ausgeschaltet werden sollten.

Tipps zum Energiesparen im Haushalt:

  • Ladegeräte nach dem Laden vom Stromnetz trennen
  • Auf den Stand-by-Verbrauch achten und die Geräte bei Nichtnutzung komplett abschalten
  • Schaltbare Steckerleisten nutzen
  • Bei Neukauf auf die Energieeffizienz und auch auf Abschaltbarkeit und Standby-Verbrauch der Geräte achten

 

7. Ratgeber – Beleuchtung

Spätestens wenn ohnehin neue Lampen gekauft werden müssen, sollte beim Kauf der Beleuchtung auf die angegebene Energieeffizienzklasse geachtet werden. So haben Glühlampen die Effizienzklasse E, Halogenleuchten die Effizienzklassen B bis D und Leuchtstoffröhren sowie (gute) Energiesparlampen die Effizienzklasse A.

Werden im Haushalt konsequent die Glühlampen durch Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren oder LED-Lampen ersetzt, so kann (je nach Nutzungsgewohnheiten) die Stromrechnung jährlich um etwa 70 bis 140 € verringert werden.

Am besten stellt sich die Wirtschaftlichkeit bei LED-Lampen dar. Die Anschaffungskosten sinken weiter und die Qualität (insbesondere  die Lichtleistung und das Lichtspektrum) verbessert sich zunehmend.

Neben dem gezielten Ausschalten der Beleuchtung in ungenutzten Räumen können die Stromkosten auch manchmal durch Zeitschaltuhren, Bewegungsmelder im Flur und Treppenhaus oder Dämmerungsschalter im Wintergarten bzw. im Außenbereich reduziert werden.

Tipps zum Energiesparen im Haushalt

  • Austausch der am meisten genutzten Lampen gegen effizientere Beleuchtung
  • Gezieltes Ausschalten der nicht genutzten Beleuchtung ( – oder Einsatz von Bewegungsmeldern, Dämmerungsschaltern, Zeitschaltuhren)
  • Anpassung der Leuchten an die erforderliche Sehaufgaben (- direkte oder indirekte Beleuchtung)
  • regelmäßige Reinigung der Leuchten

 

Weitere erhebliche Stromfresser könnten hier zu finden sein:

  • Heizen mit Strom
  • Warmwasserbereitung mit Strom
  • Einsatz älterer Umwälzpumpen
  • Nutzung eines Waserbettes
  • Aquarienanlage

Oftmals lohnt es sich mit einem Strommessgerät den tatsächlichen Stromverbrauch der Geräte zu überprüfen.

 

Weitere Beiträge zum Thema Energiesparen im Haushalt:

Energiesparen


2 comments to Ratgeber – Energiesparen im Haushalt

  • Micha B

    Im Bereich „Energiesparen im Haushalt“ wird es aus EU Sicht sowieso viele Änderungen geben. Die Hersteller von Staubsaugern dürfen ab September 2014 für Privatanwender nur noch Geräte mit maximal 1.600 Watt verkaufen. Ab 2017 wird das Ganze noch restriktiver. Könnt ihr hier EU Energielabel Staubsauger nachlesen.

  • Jetzt fühle ich mich schon mal ein bisschen schlauer dank euch, vielen Dank!

    Bin gerade erst ausgezogen und diese ganzen Dinge wie Energie sparen sind noch vollkommen neu für mich… dafür aber umso interessanter.

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