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Sommerlicher Wärmeschutz


Sommerlicher Wärmeschutz – Wie man das Haus im Sommer kostengünstig kühlen kann

Sommerlicher Wärmeschutz

Sommerlicher Wärmeschutz; Foto: Verena N. / pixelio.de

Wer kennt nicht dieses Phänomen „sommerlicher Wärmeschutz“? Am wärmsten ist es in den oberen Räumen – also im Dachbereich; und am kühlsten ist es in den unteren Räumen – also im Keller. In großen Kirchen ist es im Sommer ebenfalls deutlich kühler als in kleinen Wintergärten.

Weshalb ist das so?

Sommerlicher Wärmeschutz ist etwas anderes als winterlicher Wärmeschutz. Hier geht es nicht nur um die Dämmeigenschaften der einzelnen Baustoffe. Insbesondere sind die Spitzentemperaturen im Sommer von Bedeutung und müssen abgepuffert werden. Hat sich ein Haus erst einmal komplett aufgeheizt, so ist es kaum mehr möglich, diese Wärme aus den Räumen herauszubekommen. Was ist also sommerlicher Wärmeschutz und wie kann man kostengünstig das Aufheizen der Räume verhindern?

 

Hauptkriterien „Sommerlicher Wärmeschutz“

  • 1. Kriterium Sommerlicher Wärmeschutz:
    • Geringe Wärmeleitfähigkeit der Stoffe. Diese Materialeigenschaft bietet eine gute Dämmungwirkung sowohl im Winter als auch im Sommer.
  • 2. Kriterium Sommerlicher Wärmeschutz:
    • Hohe Rohdichte der Stoffe. Eine hohe  Speichermasse kann die Aufnahme von Spitzentemperaturen  gewährleisten.
  • 3. Kriterium Sommerlicher Wärmeschutz:
    • Hohe spezifische Wärmekapazität. Durch eine hohe Speicherfähigkeit können extreme Temperaturspitzen im Sommer besser abgepuffert werden.

 

Bei der Auswahl von Bau- und Dämmstoffen im Dachbereich ist daher auch nicht nur auf die Wärmeleitfähigkeit (WLS) der Dämmstoffe zu achten, sondern auch auf die beiden anderen Kriterien Rohdichte und spezifische Wärmekapazität (c). Vor dem Hintergrund „Sommerlicher Wärmeschutz“ ist somit als Dämmstoff im Dach – bei gleicher Wärmeleitfähigkeit – eine  Holzweichfaser- oder Zellulosedämmung deutlich besser zu bewerten als eine Dämmung mit Mineralwolle oder Polystyrol.

Grundsätzlich ist das Thema „sommerlicher Wärmeschutz“ bei Gebäuden in schwerer Bauweise weniger problematisch als bei Gebäuden in leichter Bauweise.

Wer nicht gleich das gesamte Dachgeschoss dämmen möchte, muss dennoch nicht unbedingt zu teuren Klimageräten greifen.  Das ist weder umweltfreundlich noch kostengünstig.

 

Kostengünstige Sofortmaßnahmen

Sommerlicher Wärmeschutz – Punkt 1:  Verschattungsmöglichkeiten nutzen

  • Bäume, Dachüberstände aber auch Jalousien, Rollläden, Fensterläden, Markisen oder Vorhänge können der Verschattung von Fenstern oder ganzen Fassaden dienen. Gerade für Dachflächenfenster sind qualitative Plissees auf Mass zu empfehlen.
  • Im Sommer bieten sich auch so genannte  Sonnenschutzfolien für einzelne Fenster – insbesondere der Südfassade – an.

Sommerlicher Wärmeschutz – Punkt 2: Nachtlüftung

  • Die Nachtlüftung ist eigentlich das beste Mittel und außerdem kostenlos. Während an heißen Tagen die Fenster geschlossen (und verschattet) zu halten sind, sollte in den kühleren Nachtstunden gelüftet werden. So kann die Wärme, welche sich tagsüber in den Wänden aufgestaut hat, wieder „weggelüftet“ werden.

Sommerlicher Wärmeschutz – Punkt 3: Reduzierung der Wärmeeinträge

  • Die Verringerung der Wärmestrahlung von Lampen und anderen Elektrogeräten reduziert nicht nur den Wärmeeintrag, sondern spart auch noch Strom.

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4 comments to Sommerlicher Wärmeschutz

  • Karsten K

    Damit ein Wintergarten ganzjährig nutzbar ist, muss er neben einem Sonnenschutz ggf. auch Sonnenschutzglas auch über ein automatisches Lüftungssystem verfügen (ggf. mit Wärmetauscher, um Energie zu sparen). Falls er direkt nach Süden ausgerichtet ist, kann – besonders an ohnehin recht warmen Standorten, ein Laubbaum (Esskastanie, Birnbaum etc.), der im Sommer Blätter hat und Schatten spendet, aber im Winter das Licht weitgehend hindurch lässt, in ausreichendem Abstand von einigen Metern, im Sommer große Hitzebildung vermindern, ohne im Winter viel Sonnenlicht wegzunehmen. Ähnlich können ggf. im Sommer bei großer Hitze auch große Pflanzen (z.B. kleine Bäume) in Töpfen nach Bedarf auf die Außenseite gestellt werden (zumindest, falls der Wintergarten ebenerdig angelegt ist).

  • O. Schulz

    Interessanter Artikel.
    Richtig erkannt – Schutz vor IR-Strahlen, welche verantwortlich für den zusätzl. Wärmeschub im Gebäude, insbesondere im Dachbereich sind, kann man effektiv mit geeigneten Sonnenschutzfolien begegnen. Mittlerweile gibt es erstklassige Außen- als auch Innenfolien auch ohne Spiegelung und hell.
    Mehr auf meinem Blog, wer will.
    Beste sonnige Grüße
    Ondrie Schulz

  • Der Einsatz von LED-Spots oder LED-Einbauleuchten kann auch helfen, da von ihnen nämlich keine Abstrahlungswärme abgeht. Dann bleibt es kühler.

  • Stefan

    Das Thema erinnert mich an ein paar Aussteller auf der BAU. Echt witzige Konstruktionen haben die gezeigt.

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