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Kosten sparen durch Senkung der Nebenkosten


Nebenkosten bei der Modernisierung des Altbaus

Hat man ein altes Haus „kostengünstig“ erworben, kommt man meist nicht ohne umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten aus. Diese zusätzlichen Kosten können leicht auf 40 Prozent des Kaufpreises ansteigen. Es liegt daher nahe, in vermeintlich unbedeutenden „Randbereichen“ zu sparen. Gerade die Nebenkosten werden hierbei stark unterschätzt und manche davon könnten tatsächlich auch reduziert werden.

Was ist möglich – Was eher nicht?

Senkung der Nebenkosten; Foto: S.Media / pixelio.de

Senkung der Nebenkosten; Foto: S.Media / pixelio.de

 

Im Folgenden eine kleine Auflistung der Nebenkosten:

Nebenkosten – 1. Unabhängiger Sachverständiger

Viele fragen sich: „Wozu ein unabhängiger Sachverständiger, wenn man doch bereits einen Bauleiter auf der Baustelle hat?“.

Die Antwort ist einfach: Der Bauleiter steht dem Bauherren in der Tat beratend zur Seite. Er steht jedoch im Dienst des Bauträgers und ist somit nicht unabhängig und neutral. Daher empfiehlt es sich als Hausbesitzer bei Bauvorhaben einen unabhängigen Sachverständigen mit einzubeziehen.

 

Nebenkosten – 2. Baustelleneinrichtung

Zur Baustelleneinrichtung gehören

  • Lagermöglichkeiten auf dem Grundstück
  • Zufahrtsmöglichkeiten
  • Stand- und Lagerplätze für Geräte, für Bodenaushub und Materialien
  • Bereitstellung eines Toilettenhäuschens, von Baustrom und Wasser
  • Absperrungen

Meistens fehlen die erforderlichen Flächen für eine hinreichende Baustelleneinrichtung, insbesondere für Baustoffanlieferungen oder Schuttcontainer für den Abbruch. Ebenfalls führen fehlende Flächen für Kräne oder Bodenaushub oftmals dazu, dass viele Arbeiten mühevoll (und kostenintensiv) per Hand erfolgen müssen. Eventuell kommen noch Sondernutzungsgebühren der Kommunen für die Baustelleneinrichtung, Gerüst oder stundenweises Aufstellen von Autokranen auf öffentlichen Flächen hinzu.

Machmal ist es erforderlich einen Bauzaun zur Absperrung oder Absicherung des Grundstückes aufzustellen. Regelungen hierzu sind in der Landesbauordnung verankert. Behördliche Genehmigungen sind u.U. in diesem Zusammenhang mit den „restlichen“ Anträgen einzuholen. Zur Kostensparung kann man sowohl das Gerüst bzw. den Bauzaun sowohl kaufen als auch mieten. Als Beispiel werden im Folgenden Layher Gerüste vorgestellt.

Gerüste von Layher

Layher bietet Rahmengerüste „made in Germany“ für Dach-, Fassaden oder Maurerarbeiten in leichter Aluminium-Ausführung oder in schwerer Stahl-Ausführung sowie Fahrgerüste oder Wetterschutzdächer. Durch die passende Gerüstwahl von Layher ist ein leichtes Arbeiten in großen Höhen, bei Bedarf auch ein einfacher Wechsel des Einsatzortes möglich. Die Erweiterung der Layher-Gerüste ist in der Regel ebenfalls kein Problem. Nähere Informationen hierzu findet unter Layher-Gerüst .

Insgesamt ist eine genaue Planung aller Maßnahmen, Zeitabläufe, Kosten besonders wichtig und auch schwierig. Welcher Teil in der Verantwortung (und im Kostenbereich) des Bauherren liegt und welcher Teil von der ausführenden Firma zu übernehmen ist, sollte genau im Bauvertrag geregelt werden.

 

Nebenkosten – 3. Versicherungen

Grundsätzlich birgt eine Baustelle immer Risiken, sowohl materielle Schäden als auch die Gefahr eines Unfalls betreffend. Nicht jedes Risiko wird durch die Baufirmen abgedeckt. Die Hauptverantwortung liegt letztendlich stets beim Bauherren.

Folgende typische Versicherungen sind direkt für das Bauvorhaben möglich:

  • Feuerrohbauversicherung
  • Baufertigstellungsversicherung
  • Bauleistungsversicherung/Bauwesenversicherung
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Versicherung für Bauhelfer

Durch eine Versicherung lassen sich vor allem unvorhergesehene Folgekosten vermeiden.


 

Nebenkosten – 4. Entsorgung

Entsorgungskosten sind regional sehr unterschiedlich. Meist sind die Kosten in großen Ballungsgebieten deutlich höher als im ländlichen Raum.

Welche Kosten insgesamt anfallen, hängt natürlich auch vom Umfang der Sanierung und vom Schadstoffpotential der zu entsorgenden Baustoffe ab. Erhöhte Kosten sind beispielsweise bei der Entsorgung alter (krebserregender) Mineralwolle, behandelter Hölzer, bei asbesthaltigen Baustoffen oder bei der Entsorgung alter Öltanks zu kalkulieren. In diesen Fällen können schnell einige Tausend Euro an Entsorgungskosten zusammen kommen.

 

Nebenkosten – 5. Genehmigungen

Gebühren, die im Rahmen der Bauanträge und der entsprechenden Vermessungsarbeiten anfallen, lassen sich kaum reduzieren. Es ist zu empfehlen, das Vorhaben vorab direkt mit dem zuständigen Bauamt abzusprechen. So erhält man zugleich wichtige Informationen darüber, welche Unterlagen einzureichen sind und welche Umbauarbeiten durchgeführt werden dürfen bzw. welche nicht. Dieses gilt beispielsweise für den Fall, dass der Bau einer neuen Dachgaube geplant ist, dass das Haus „neongrün“ gestrichen werden soll oder dass einfach „nur“ ein Anbau geplant ist. Auch bei Aufsparrendämmung oder dem Anbringen Solaranlagen auf dem Dach bedarf es regional einer behördlichen Zustimmung.

 

Nebenkosten – 6. Planungen und Berechnungen

Bei größeren Vorhaben, insbesondere bei energetischer Sanierung, sollte der „Start“ nicht mit der Einholung von Kostenvoranschlägen beginnen. Jede Firma würde ansonsten nach „ihrem Ermessen“ ein entsprechendes Anbot unterbreiten. Folge: Die Angebote sind kaum miteinander vergleichbar und es entsteht im Normalfall kein schlüssiges Gesamtkonzept. Fördermöglichkeiten (beispielsweise durch die kfW-Bank) sind so auch nur bedingt gegeben.

Daher sollten alle Maßnahmen mit Planungen, Beratungsgesprächen und gegebenenfalls mit Berechnungen (Bauphysik, Wärmeschutz, Wirtschaftlichkeit etc.) beginnen. Hier sind keine Kosteneinsparung empfehlenswert. Die Kosten werden ansonsten an anderer Stelle wieder fällig (fehlende Fördergelder, höhere Heizkosten, mangelhafte bzw. unvollständige Ausführungen, etc.).

 

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