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Feuchte Kellerwände – Was ist zu tun?


Feuchte Kellerwände – Was ist zu tun?

Ein Ärger für zahlreiche Hausbesitzer sind feuchte Kellerwände. Ein Wohngebäude ist für Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte konzipiert. Jedoch sind Abdichtungen der Kelleraußenwände manchmal nicht so lange beständig.

Die Ursachen einer feuchten Kellerwand können sehr verschieden sein. Das Wasser kann als Kapillarwasser, Haftwasser, Sickerwasser, Niederschlagswasser oder Grundwasser (bzw. Hochwasser) in die nicht mehr ausreichend abgedichtete Außenwand eindringen.

Je nach Ursache sind auch unterschiedliche Maßnahmen zu empfehlen. Ferner ist die vorhandene oder zu erwartende Wasserbeanspruchung für die neue Bauwerksabdichtung entscheidend. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen

  • Bodenfeuchte und nicht stauendes Sickerwasser und
  • drückendes und aufstauendes Wasser
Feuchte Kellerwände; Bild: Selina / pixelio.de

Feuchte Kellerwände; Bild: Selina / pixelio.de

Feuchte Kellerwände & Nutzungsänderung

Heutzutage werden Kellerräume in der Regel anders genutzt werden als früher. Früher diente der Keller oftmals lediglich als Lagerraum für Lebensmittel oder auch Brennstoffe. Die Wände und Böden waren teilweise entsprechend erdfeucht. Jedoch wurde das damals nicht als „Problem“ angesehen.

Wird der Keller nun jedoch zum beheizten Wohnraum umgebaut, so kann es tatsächlich erhebliche Probleme geben. Teilweise werden die Kellerwände von innen versiegelt und die Feuchtigkeit, welche nach wie vor in der Wand vorherrscht, kann nicht mehr entweichen. Oder die Wände werden mit Schränken „zugestellt“, so dass es unweigerlich zu Schimmelbildungen zwischen Kelleraußenwand und Schrankrückseite kommen kann.

… und Hausbesitzer, die in dieser Situation nicht mit Schimmel „zu kämpfen“ haben, haben möglicherweise statt dessen Salpeter im Haus.

Grundsätzlich sollte daher bei einer Nutzungsänderung immer die Bauwerksabdichtung überprüft werden. Trockene Kellerwände sind für das Haus und den Hausbesitzer prinzipiell wichtiger als beispielsweise eine Wärmedämmung.

 

Feuchte Kellerwände – Abdichtungsmöglichkeiten

In der Praxis werden bei Ziegelmauerwerk meistens Verkieselungen, Injektionen mit unterschiedlichen Stoffen und auch teilweise Dichtungsschlämme mit Erfolg eingesetzt.

Sanierputze bei Kelleraußenwänden?

Manchmal werden Kelleraußenwände von innen durch das nachträgliche Aufbringen von Sanierputzen „abgedichtet“. Diese Variante sollte jedoch erst in Betracht gezogen werden, wenn andere (oben genannten) Varianten nicht realisierbar sind und von außen kein Zugang möglich ist.

Sanierputze besitzen einen sehr hohen Luftporenanteil, so dass die im Wasser gelösten Salze gut gespeichert werden können. Zudem kann die Feuchte gut an die Kellerraumluft abgegeben werden. Diese verbesserte Salzspeicherfähigkeit endet mit der Salzsättigung, das heißt nach etwa 5- 15 Jahren.  Danach muss der Putz wieder erneuert werden. Sanierputze werden daher auch oftmals als Opferputze bezeichnet.  Weitere Informationen zur fachgerechten Gebäudesanierung sind auch unter www.flint.de zu finden.

Zusätzliche Horizontalsperren?

Nachträgliche Horizontalsperren können das Aufsteigen von Feuchtigkeit in der Außenwand verhindern. Am häufigsten erfolgt dieses durch das Aufsägen der Wand und Einpressen von Blechen oder durch Injektionen mit unterschiedlichen Abdichtungsstoffen.

 

Fragwürdig ist hingegen die Umleitung des Wassers durch Wünschelrutengänger.

 

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1 comment to Feuchte Kellerwände – Was ist zu tun?

  • Stehe vor der Notwendigkeit des Opferputzes. Danke für die Rettungsmaßnahmen! Von Freund wurde auch Injektionsharze an der Außenwand empfohlen. Auch blechen wird vielleicht zusätzlich nicht schaden. Die Tipps ziehe ich in den Einsatz bei den Sanierungsarbeiten, danke!

Kommentar

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