
Altes Garagendach sanieren – Schritt-für-Schritt-Anleitung für Heimwerker (Do-it-yourself)
Eine alte Garage ist oft mehr als nur ein Abstellraum für das Auto, Werkzeug oder Fahrräder – sie ist ein wichtiger Bestandteil des Grundstücks. Doch viele Garagen, vor allem ältere Modelle, haben ein gemeinsames Problem: Das Dach ist undicht, verrostet oder durch die Jahre stark beschädigt. Eine Sanierung ist dann unvermeidlich – und wer handwerklich geschickt ist, kann diese Arbeit sogar selbst durchführen.
1. Warum eine Garagendach-Sanierung so wichtig ist
Ein beschädigtes Garagendach kann schnell teure Folgeschäden verursachen. Wenn Feuchtigkeit eindringt, entstehen Schimmel, Rost und unangenehme Gerüche. Außerdem leidet das Mauerwerk – Putz kann abplatzen und Beton porös werden. Auch gelagerte Gegenstände, Werkzeuge oder Fahrzeuge werden durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen beschädigt.
Eine rechtzeitige Sanierung schützt daher nicht nur das Gebäude, sondern auch dein Eigentum im Inneren. Zudem wertet ein neues Dach die Optik und den Gesamtwert der Immobilie deutlich auf.
2. Vorbereitung: Zustand prüfen und Material richtig wählen
Bevor du mit der Sanierung beginnst, solltest du den aktuellen Zustand deiner Garage genau prüfen. Untersuche, ob Risse, Löcher oder marode Stellen im Dach vorhanden sind. Überprüfe außerdem, ob die Dachkonstruktion noch tragfähig ist oder ob Balken, Latten oder Metallprofile erneuert werden müssen. Die Dachform spielt dabei ebenfalls eine Rolle – ob Flachdach, Satteldach oder Pultdach, jedes hat seine eigenen Anforderungen.
Ganz wichtig: Falls du alte Asbestplatten entdeckst, darfst du diese nicht selbst entfernen. Der Umgang mit Asbest ist gesetzlich streng geregelt und darf nur von zertifizierten Fachbetrieben durchgeführt werden.
Bei der Materialwahl stehen dir verschiedene Optionen zur Verfügung. Besonders beliebt und langlebig sind Trapezbleche oder Wellbleche aus Stahl oder Aluminium. Diese sind wetterfest, robust und vergleichsweise leicht zu montieren. Alternativ kommen Bitumenwellplatten infrage, die günstiger, aber weniger stabil sind. Auch PVC- oder Polyesterplatten sind eine Möglichkeit, wenn du lichtdurchlässige Bereiche einbauen möchtest.
Ein zusätzlicher Tipp: Wähle am besten Alu- oder Stahl-Wellbleche mit einer Anti-Kondens-Beschichtung. Diese reduziert die Feuchtigkeitsbildung an der Unterseite und verhindert lästiges Tropfwasser. Hochwertige Materialien findest du beispielsweise bei Dachbleche-Online – Ihr Onlineshop für Stehfalzbleche & Trapezprofile.
3. Sicherheit geht vor – die richtige Ausrüstung
Bevor du mit der Arbeit beginnst, solltest du dich gut vorbereiten und die passende Ausrüstung bereitlegen. Dazu gehören Werkzeuge wie ein Akkuschrauber oder eine Bohrmaschine, eine Blechschere oder Stichsäge mit Metallblatt, Maßband, Wasserwaage und Zollstock. Für die Montage brauchst du außerdem Schrauben mit Gummidichtungen aus Edelstahl sowie stabile Holz- oder Metallprofile für die Unterkonstruktion.
Auch die persönliche Schutzausrüstung darf nicht fehlen. Trage Arbeitshandschuhe, Sicherheitsschuhe und eine Schutzbrille. Falls du mit alten Materialien arbeitest, kann zusätzlich eine Atemschutzmaske sinnvoll sein.

Altes Garagendach sanieren – Schritt-für-Schritt-Anleitung für Heimwerker (Do-it-yourself); Image by Daniel from Pixabay
4. Schritt-für-Schritt-Anleitung: So sanierst du dein Garagendach selbst
Schritt 1: Alte Dacheindeckung entfernen
Entferne zunächst die alte Dacheindeckung – egal ob Teerpappe, Bitumen oder alte Platten. Arbeite dabei vorsichtig, um die tragende Konstruktion nicht zu beschädigen. Anschließend prüfst du die Unterkonstruktion auf Rost, Fäulnis oder Instabilität. Beschädigte Teile müssen ausgetauscht oder verstärkt werden, bevor du fortfährst.
Schritt 2: Unterkonstruktion vorbereiten
Bringe eine neue Lattung oder Metallunterkonstruktion an und achte auf gleichmäßige Abstände, die je nach Plattentyp zwischen 60 und 100 Zentimetern liegen. Optional kannst du eine Dampfsperrfolie oder Dachbahn auflegen, um zusätzlichen Schutz vor Feuchtigkeit zu gewährleisten.
Schritt 3: Wellblechplatten montieren
Beginne mit der Montage an der unteren Dachkante und arbeite dich nach oben vor. Die Platten sollten sich um ein bis zwei Wellen überlappen. Befestige sie mit selbstbohrenden Schrauben mit Dichtungsscheiben, aber ziehe die Schrauben nicht zu fest an, damit die Gummidichtungen nicht beschädigt werden.
An den Stoßstellen kannst du ein Abdichtband oder Silikon verwenden, um den Schutz vor eindringendem Wasser zu verbessern. Montiere die Bleche idealerweise entgegen der Hauptwindrichtung, damit kein Regen unter die Überlappungen drückt.
Schritt 4: Abschlussarbeiten
Zum Schluss montierst du Ortbleche und Firstbleche, die den Dachabschluss bilden. Überprüfe alle Schrauben auf festen Sitz und versehe die Bleche bei Bedarf mit einer Korrosionsschutzfarbe. Dadurch verlängerst du die Lebensdauer deines neuen Dachs zusätzlich.
5. Häufige Fehler beim DIY-Garagendach
Viele Heimwerker machen beim Dachbau ähnliche Fehler. Schrauben werden zu stark angezogen, wodurch die Dichtungen gequetscht und undicht werden. Wird keine ausreichende Belüftung eingeplant, bildet sich Kondenswasser unter den Blechen. Auch zu geringe Überlappungen können dazu führen, dass Wind und Regen eindringen. Ebenso wichtig ist eine stabile und gleichmäßige Unterkonstruktion – wenn diese schief oder uneben ist, verziehen sich die Platten schnell.
Mit sorgfältiger Planung und Präzision kannst du diese Fehler jedoch leicht vermeiden.
6. Kostenübersicht – was dich die Sanierung kostet
Die Kosten hängen von Material, Dachgröße und Zustand der Konstruktion ab. Als grobe Orientierung gilt:
Wellblech aus Stahl oder Aluminium kostet zwischen 10 und 25 Euro pro Quadratmeter. Für die Unterkonstruktion aus Holz oder Metall musst du mit weiteren 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter rechnen. Hinzu kommen Schrauben, Dichtungen und Zubehör mit etwa 3 bis 8 Euro pro Quadratmeter.
Insgesamt liegt der DIY-Gesamtpreis somit bei etwa 20 bis 45 Euro pro Quadratmeter. Beauftragst du einen Fachbetrieb, können sich die Kosten schnell auf 70 bis 120 Euro pro Quadratmeter summieren – Eigenleistung spart also erheblich Geld.
7. Fazit: Mit Planung und Sorgfalt zur langlebigen Garage
Eine Garagendach-Sanierung mit Wellblech ist ein ideales Projekt für alle, die gerne selbst Hand anlegen. Mit einer guten Vorbereitung, der richtigen Materialwahl und etwas handwerklichem Geschick entsteht ein stabiles, wetterfestes Dach, das viele Jahre hält.
Wenn du beim Material auf Qualität setzt und die Montage sorgfältig ausführst, kannst du dich lange über ein sicheres, modernes Garagendach freuen – und mit Stolz sagen: „Das habe ich selbst gemacht!“
Extra-Tipp:
Wenn du dein Garagendach ohnehin erneuerst, kannst du die Gelegenheit nutzen, um eine Dachrinne, lichtdurchlässige Platten oder sogar eine kleine Solaranlage zu integrieren. So nutzt du die Dachfläche optimal und steigerst den Wert deiner Garage zusätzlich.














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