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Eisspeicher

Eisspeicher – Funktionsweise & Kosten; Bild: Maik Schwertle / pixelio.de

Eisspeicher sind in den letzten Jahren immer häufiger zum Einsatz gekommen. Was versteht man unter einem Eisspeicher? Wie funktioniert er? Was kostet er?

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Photovoltaik – Solaranlagen so günstig wie nie


Photovoltaik – Solaranlagen werden immer preiswerter

Nachfrage 2017 für Photovoltaik Solaranlage in Deutschland; Quelle: BNetzA, BSW-Solar e.V.

Nachfrage 2017 für Photovoltaik Solaranlage in Deutschland; Quelle: BNetzA, BSW-Solar e.V.

Insgesamt wird über Photovoltaik – Solaranlagen in Deutschland bereits so viel Strom erzeugt, dass dieser Solarstrom den Gesamtbedarf von über 10 Millionen Haushalten deckt. Über 41 Megawatt elektrischer Leistung sind in Deutschland bereits installiert.

Allein seit 2006 hat sich der Preis für Photovolatik – Anlagen bereits mehr als halbiert. Lagen die Kosten für eine Photovoltaik – Anlage in 2006 noch bei ca. 5.000 Euro pro Kilowattpeak, so ist heute mit Kosten für die Anlagen inklusive Installation zwischen 1.500 und 2.000 Euro zu rechnen.

 

Wie teuer die Photovoltaik – Anlage im Einzelnen wird, ist natürlich von der Größe und der Ausstattung abhängig. So sind beispielsweise monokristalline Zellen etwas teurer, aber dafür auch leistungsfähiger als polykristalline Photovoltaikzellen. Tendenziell ist dabei mit folgenden Kosten zu rechnen:

  • 5.500 € bei 3 kWp installierter Leistung
  • 9.000 € bei 6 kWp installierter Leistung
  • 13.000 € bei 9 kWp installierter Leistung

Rechenbeispiel für Photovoltaik – Solaranlagen

Auf einem typischen Einfamilienhaus mit einer unverschatteten und nach Süden ausgerichteten Installationsfläche von beispielsweise 10 m² kann eine Nennleistung von ca. 1 kWp (Kilowattpeak) installiert werden. Optimal ist hierbei eine Dachneigung von ca. 30°.

Die Gesamtkosten ergeben sich aus den Kosten für die Module, den Wechselrichter, die Unterkonstruktion auf der die Module befestigt werden und natürlich aus der Arbeitsleistung. Angenommen man würde hierfür nur 2.200 € bezahlen – Welche Wirtschaftlichkeit würde sich hieraus ergeben?

Fördermöglichkeiten für Photovoltaik – Solaranlagen

Investitionszuschüsse sind regional manchmal möglich.
Zuschüsse gibt es zudem für den erzeugten Strom. Der Fördersatz ist abhängig von der Größe der Anlage. In der Regel kommt für Hausbesitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern folgender Fördersatz (lt. EEG) in Betracht:

Wohngebäude bis 10 kWp (bei Inbetriebnahmen ab 1.7.2017):

  • Einspeisung von Solarstrom: 12,27 Cent/Kilowattstunde

Diese Einspeisevergütung ist für 20 Jahre festgeschrieben. Sofern die Anlage also noch zu diesem Vergütungssatz installiert und in Betrieb genommen wird, wird dieser Vergütungssatz je erzeugter Kilowattstunde in den nächsten 20 Jahren ausgezahlt. Das ist gesetzlich garantiert. Die Höhe der Vergütungssätze kann jedoch monatlich neu angepasst (gesenkt) werden, so dass für Neuinstallationen der jeweils aktuelle Vergütungssatz gilt.

Erklärung:

  • Für jede Kilowattstunde, die direkt ins Netz eingespeist wird, werden 12,27 Cent (netto) ausgezahlt.
  • Für jede Kilowattstunde, die nicht ins Netz gespeist wird, sondern (zeitgleich) im Wohngebäude verbraucht wird, spart man sich die Stromkosten, d.h. je nach Stromtarif ca. zwischen 24 und 30 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist es lukrativer den Strom selbst zu verbrauchen und lediglich den Überschuss einzuspeisen.

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik – Solaranlagen

Der Solarertrag ist abhängig von den regionalen Einstrahlungswerten. So sind je Kilowattpeak in Südeuropa Erträge von deutlich über 1.500 kWh pro Jahr, in Süddeutschland von über 1.000 kWh und in Norddeutschland von teilweise deutlich unter 1.000 kWh möglich.

Im Folgenden wird mit einem spezifischen Solarertrag von etwa 860 kWh/kWp und Jahr gerechnet, wie er beispielsweise im Raum Berlin möglich ist.

Bei 10 Quadratmetern Fläche (bzw. 1 kWp) ergibt sich somit:

Jahresertrag      860 kWh

1. Fall: Komplette Netzeinspeisung

Stromvergütung Netzeinspeisung: 860 kWh x 12,27 Ct/kWh = 105,52 €
Stromvergütung Eigenverbrauch: 0 kWh = 0 €
Summe: 105,52 €

 

2. Fall: 50 Prozent Eigenverbrauch und 50 Prozent Netzeinspeisung

Stromvergütung Netzeinspeisung: 0,5 x 860 kWh x 12,27 Ct/kWh = 52,76 €
Gewinn durch geringeren Verbrauch an Haushaltsstrom: 0,5 x 860 kWh x 28,00 Ct/kWh = 120,40 €
Summe: 173,16 €

 

3. Fall: Kompletter Eigenverbrauch

Stromverbrauch Netzeinspeisung: 0 kWh = 0 €
Gewinn durch geringeren Verbrauch an Haushaltsstrom: 860 kWh x 28,00 Ct/kWh = 240,80 €
Summe: 240,80 €

Weitere Betriebskosten ergeben sich durch:

  1. Wartung, Reparaturen, neue Wechselrichter (oftmals nach 10 Jahren erforderlich) oder andere Ersatzteile. Hierfür sind mind. 1 bis 1,5 Prozent der Anschaffungskosten einzurechnen. Das wären dann im vorliegenden Berechnungsbeispiel 22 bis 33 Euro pro Jahr.
  2. Zählermiete (zum Messen des eingespeisten Stroms erforderlich): ca. 25 bis 40 Euro pro Jahr
  3. Beiträge für eine Photovoltaikversicherung oder Beitragszuschläge für die Gebäudeversicherung: ca. 50 bis 100 Euro.

Dadurch ergeben sich im Jahr ca. 100 bis 200 Euro Betriebskosten.

Rückerstattung der Umsatzsteuer:

Da der Sinn einer Photovoltaik – Solaranlage in erster Linie darin besteht Gewinne zu erzielen, gilt der Inhaber einer solchen Anlage als „Unternehmer“.

Die Angaben zur garantierten Einspeisevergütung sind Nettowerte. Auf diese Beträge wird daher die Umsatzsteuer aufgeschlagen und in Rechnung gestellt bzw. abgeführt.

Bei Einnahmen gilt, dass dem Netzbetreiber die Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen ist, diese jedoch anschließend an das Finanzamt wieder abzuführen ist. Die Umsatzsteuer ist somit ein durchlaufender Posten und es entstehen keine Zusatzkosten.

Bei Ausgaben kann man sich natürlich die Umsatzsteuer vom Finanzamt zurück erstatten lassen.

Welche Auswirkungen dieses „Unternehmen“ auf die eigene Einkommenssteuer hat, inwieweit man ein Gewerbe anmelden möchte (oder muss), ob man die Kleinunternehmerregelung anwenden sollte (oder auch nicht) sollte im Zweifelsfall mit einem Steuerberater abgeklärt werden.

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik – Solaranlagen

Zusammengefasst ergeben sich folgende Einnahmen und Ausgaben (für 1 kWp):

Speicherung von Solarstrom der Photovoltaikanlage; Quelle: BSW-Solar www.solarwirtschaft.de

Speicherung von Solarstrom der Photovoltaikanlage; Quelle: BSW-Solar www.solarwirtschaft.de

Einspeisevergütung: 105,52 € bis 240,80 € je Kilowattpeak
Betriebskosten: ca. 100 € für die gesamte Anlage

 

 

 

 

Zur Berechnung der Amortisation sind folgende Punkte von Bedeutung:

  • Die Stromerzeugung ist an den Strombedarf im Haushalt anzupassen:
    • Die Grundlast kann direkt über die PV-Anlage gedeckt werden
    • zur Abdeckung der Spitzen ist die Wirtschaftlichkeit der Speicherung zu prüfen
  • Falls die Anlage über einen Kredit finanziert werden soll:
    • Effektivzins für den Kredit

Fazit:

Photovoltaik – Solaranlagen können sich bereits nach wenigen Jahren – bei sehr günstigen Investitionskosten und hohen Einstrahlungsraten auch eher – amortsiert haben.

Wie die überschlägige Ertragsrechnung aber auch zeigt, können sich Photovoltaik – Solaranlagen auch als sehr unwirtschaftlich erweisen. Das ist gerade der Fall, wenn standortbezogen die effektiv nutzbaren Einstrahlungsraten eher gering sind, die Anlage über einen Kredit finanziert werden muss, der Eigennutzungsanteil vergleichsweise gering ist, die Strompreissteigerung in den nächsten Jahren sehr gering ausfällt bzw. wenn höhere Reparaturkosten anfallen.

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Vor dem Kauf eine Photovoltaik – Anlage ist also eine genaue Planung der Anlage unbedingt zu empfehlen.


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