Änderungen in der Solarstrom – Förderung
Mittwoch 9. Mai 2012 von Siegert
Neue Solarstrom – Förderung ab Mai 2012
In wenigen Tagen – am 11.05.2012 – wird das neue Gesetz zur Förderung von Solarstrom verabschiedet. Dieses Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) enthält Neuregelungen zur Vergütung von Solarstrom aus Photovoltaikanlagen ab 01. April 2012.
Für alle Hausdächer, für die eine “Anfrage auf Netzanschlussbegehr” (gem. § 5 EEG) bereits vor dem 24.02.2012 gestellt wurde, gelten bis zum 30.06. die alten (günstigeren) Konditionen.
Folgende Neuregelungen für die Solarstrom – Einspeisung sind geplant:
Nach wie vor müssen Versorgungsunternehmen den Strom aus Photovoltaikanlagen abnehmen. Zudem wird dieser Strom für Photovoltaikanlagen auf Hausdächern weiterhin gesondert vergütet.
Für Hausbesitzer (mit PV-Anlagen bis 10 kWp) gelten folgende Solarstrom – Vergütungssätze:
- ab 01.04.2012 19,50 Cent/kWh
- ab 01.05.2012 19,31 Cent/kWh
- ab 01.06.2012 19,11 Cent/kWh
- ab 01.07.2012 18,92 Cent/kWh
- ab 01.08.2012 18,73 Cent/kWh
- ab 01.09.2012 18,54 Cent/kWh
- ab 01.10.2012 18,36 Cent/kWh
- ab 01.11.2012 … noch unklar
Wie man unschwer erkennen kann, gibt es nun ab 01. Mai eine monatliche Basisdegression von einem Prozent. Im November erfolgt eine Korrektur, entsprechend der Marktlage. Insgesamt sind jährlich maximal 29 Prozent Degression möglich.
Der Vergütungssatz gilt ab Inbetriebnahme, dann jedoch ist auch diese Einspeisevergütung für die nächsten 20 Jahre festgeschrieben.
Selbstgenutzer Solarstrom
Bisher wurde eigenverbrauchter Solarstrom mit 8,05 bzw. 12,43 Cent pro Kilowattstunde gefördert. Diese Förderung entfällt nunmehr komplett. Jedoch ist es immer noch lukrativer den Strom selbst zu verbrauchen als einzuspeisen. Selbstverbrauchter Strom kostet (je nach Stromanbieter) ca. 24 Cent/kWh. Man würde also im Vergleich zur direkten Einspeisung 6 Cent pro Kilowattstunde nochmals einsparen.
Fazit:
Inwieweit sich eine Neuanlage als wirtschaftlich erweist, ist neben der jeweiligen Einspeisevergütung vor allem von den Gesamtinvestitionskosten der Solaranlage abhängig. Eine aktuelle Grafik zur Entwicklung der Preise (siehe Link) zeigt, dass die Investitionskosten insgesamt in den letzten Jahren deutlich gesunken sind, bei zugleich tendenziell ansteigendem Wirkungsgrad. Weitere wichtige Punkte für die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage, sind beispielsweise die Form der Finanzierung der Anlage sowie die tatsächlich auftretenden Wartungs- und Reparaturarbeiten.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 9. Mai 2012 um 11:17 und abgelegt unter News, Photovoltaik. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


