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Mit einem Blockheizkraftwerk im Einfamilienhaus Energie sparen und Geld verdienen?

Mittwoch 1. Dezember 2010 von Siegert


Blockheizkraftwerk – BHKW

Im Einfamilienhaus können als Heizung ein so genanntes Mini- oder Mikro- Blockheizkraftwerk (BHKW) zum Einsatz kommen. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) basiert auf gleichzeitiger Erzeugung von

-         elektrischer Energie (Strom – zum Eigenverbrauch bzw. zur Einspeisung in das Stromnetz) und

-         thermischer Energie (zum Beheizen des Gebäudes).

Blockheizkraftwerk – Funktionsweise

Ein BHKW ist im Grunde ein Verbrennungsmotor, der einen Generator zur Erzeugung der Elektroenergie antreibt. Die Abwärme des Motors entspricht damit der Heizwärme für das Gebäude.

Blockheizkraftwerke können beispielsweise mit fossilen Brennstoffen, wie Erdgas oder Diesel, oder mit biogenen Brennstoffen, wie Pflanzenöl, Biodiesel oder Biogas, betrieben werden.

Blockheizkraftwerk – Kosten und Fördermöglichkeiten

Die BHKWs sind leider immer noch sehr teuer. Die Preise für das BHKW reichen von 13.000 Euro bis über 20.000 Euro (Listenpreise, ohne Montage). Inklusive Komplettmontage können auch leicht Kosten von ca. 35.000 Euro zusammen kommen.

Fördermöglichkeiten sind aktuell sehr gering. So gibt es beispielsweise bei der KfW-Bank noch die Möglichkeit zinsgünstige Kredite unter bestimmten Voraussetzungen zu beantragen.

Inwieweit sich die Investition als wirtschaftlich erweist, ist vor allem von der Gesamtlaufzeit, dem Wärmebedarf des Hauses und dem Preis für den Netzstrom abhängig. Übrigens gelten bei KWK-Anlagen für die Einspeisung des Stroms in das Netz andere Konditionen als bei Photovoltaik-Anlagen. Der Marktpreis für den „zu verkaufenden“ Strom schwankt und liegt derzeit bei etwa 3 bis 6 Cent pro Kilowattstunde Strom. Zusätzlich erhalten Sie beim „Verkauf“ Ihres Stroms auf dem Markt momentan einen Zuschuss von 5,11 Cent pro Kilowattstunde bzw. bei einem mit Biomasse betriebenen BHKW von 7,11 Cent pro Kilowattstunde. Insgesamt ist die Vergütung für eine Kilowattstunde Strom daher deutlich geringer – im Vergleich zum Strom, den Sie von Ihrem Stromanbieter „kaufen“.

Je größer die Auslastung des BHKWs ist (bzw. je höher der Strompreis künftig steigen wird) umso eher und besser rechnet sich diese Anlage.

Ob überhaupt ein Spareffekt gegeben ist und welche weiteren Randbedingungen für eine optimale Auslastung unbedingt erforderlich sind, sollte unbedingt vorab durch einen unabhängigen Fachingenieur berechnet werden. Die Kosten hierfür sind im Vergleich zu den geplanten Investitionskosten für ein Blockheizkraftwerk gering.

Hier geht es zum kostenlosen Heizenergiecheck.
Blockheizkraftwerk

Weitere Informationen:


Blockheizkraftwerk


Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 1. Dezember 2010 um 09:21 und abgelegt unter BHKW, Heiztechnik. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

5 Kommentare über “Mit einem Blockheizkraftwerk im Einfamilienhaus Energie sparen und Geld verdienen?”

  1. Andreas schrieb:

    Ich habe davon noch nicht viele Informationen gelesen, danke für deinen tollen Beitrag. Lohnt sich sowas jetzt schon?

  2. Siegert schrieb:

    Ich empfehle heute abend (7.12.) das Magazin Frontal21 (21 Uhr) zu sehen. Hier wird über die Chancen und Risiken von BHKW-Anlagen berichtet.

  3. Markus Gailfuß schrieb:

    Wenn ich lese, dass ein Biomassebetriebenes BHKW nach Aussagen des Beitrages 7,11 Cent bekommt, kann ich nur den Kopf schütteln. Die Realität sieht völlig anders aus. Schade, dass solche Beiträge im Netz derart falsche Informationen verkünden.
    Je nach eingesetzter Biomasse und Technologie sind es nämlich bis zu 23,19 Cent je Kilowattstunde Strom.

  4. Siegert schrieb:

    Sehr geehrter Herr Gailfuß,

    wir verkaufen diese Anlagen nicht und können daher völlig neutral berichten.

    Die Einspeisung von Mini-BHKWs (wie in Einfamilienhäusern und kleineren Mehrfamilienhäusern üblich), bei denen die Vergütung nach dem KWK-Gesetz erfolgt, wird wie folgt vergütet:

    1. Energiesteuererstattung: 0,55 cent/kWh bei Erdgas bzw. 0,6135 cent/kWh bei Heizöl
    2. Vergütung des erzeugten Stromes (KWK-Zuschlag):
    5,11 cent/kWh (bei weniger als 50 kW el.Leistung wie in “kleineren” Wohngebäuden üblich)
    3. Vergütung der vermiedenen Netznutzung:
    ca. 1 cent/kWh (regional unterschiedlich)
    4. Vergütung des Strom zum aktuellen Marktpreis:
    ca. 5 cent/kWh

    Alternativ gibt es noch die Vergütung nach dem EEG. Hier existieren tatsächlich Vergütungssätze von 11,67 bis über 22 cent/kWh. Diese sind jedoch im Gebäudebereich aktuell kaum von Bedeutung. Zudem weisen sie derzeit – trotz hoher Vergütung – eine oftmals eine zu geringe Wirtschaftlichkeit auf.

    Sollten Sie ein Gegenbeispiel haben – so sind wir auf diesem Portal natürlich immer sehr daran interessiert: Bitte alle Angaben mit Zahlen hinterlegen (Gern können hier auch konkrete Modelle für Mini-BHKW’s genannt werden).

  5. Kraft-Wärme-Kopplung – Bund fördert Blockheizkraftwerk ab 01.04.2012 schrieb:

    [...] Blockheizkraftwerk arbeitet sehr effizient. Es erzeugt zu etwa zwei Drittel Wärme und zu einem Drittel Strom. Der [...]

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