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Effizient Heizen

Effizient Heizen

In Zeiten ständig steigender Energiepreise stellt sich öfter die Frage: Wie kann ich wirtschaftlich und intelligent meine Wohnung beheizen?

Eisspeicher

Eisspeicher – Funktionsweise & Kosten; Bild: Maik Schwertle / pixelio.de

Eisspeicher sind in den letzten Jahren immer häufiger zum Einsatz gekommen. Was versteht man unter einem Eisspeicher? Wie funktioniert er? Was kostet er?

Wasseruhr

Wasseruhr

Eine Wasseruhr, die zu groß dimensioniert ist, kann für Hausbesitzer und Mieter teuer werden. Was hat es damit auf sich?

Fußbodenheizung

Fußbodenheizung

Viele Hausbesitzer verfügen über eine elektrische Fußbodenheizung oder überlegen, ob man sich diese nachträglich einbauen lassen sollte. Doch was verbraucht eine solche Fußbodenheizung an Energie?

Brennstoffzelle

Brennstoffzelle

Wie funktioniert eine Heizung mit Brennstoffzelle? Welche Kosten sind zu erwarten?

Brennwertkessel

Brennwertkessel

Wie effizient ist ein Brennwertkessel ?
Vergleich der Nutzungsgrade und Jahresverluste bei Niedertemperatur- und Brennwerttechnik

Heizöltank

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Informationen zum Heizöltank für die Ölheizung – Vorschriften, Wartung und Kauf

Kaufvertrag

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Egal, ob es sich um den Kaufvertrag für ein Auto oder einen anderen mobilen Gegenstand handelt, viele Geschäfte sollten mit einem gültigen Vertrag „besiegelt“ werden.

Infrarotheizung

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Vorteile und Nachteile einer Infrarotheizung. Ein Beispiel für eine moderne und effiziente Infrarotheizung ist eine Infrarot Hybridheizung.

Kraft-Wärme-Kopplung – Bund fördert Blockheizkraftwerk ab 01.04.2012


Blockheizkraftwerk – BHKW

Der Bund baut die Förderprogramme weiter aus und fördert ab 01.04.2012 wieder die Kraft-Wärme-Kopplung ( KWK ) und damit auch das für Hausbesitzer interessante Mini – Blockheizkraftwerk ( Mini – BHKW ).

 

Das Blockheizkraftwerk arbeitet sehr effizient. Es erzeugt zu etwa zwei Drittel Wärme und zu einem Drittel Strom. Der große Vorteil der Kraft-Wärme-Kopplung ist, dass damit der Strom räumlich und zeitlich sehr flexibel erzeugt werden kann. Entgegen der Wind- und PV-Anlagen ist die Stromerzeugung nicht von der Windbewegung oder der Sonnenscheindauer abhängig.



Blockheizkraftwerk - BAFA Fördersätze je installierter kWel

Blockheizkraftwerk - BAFA Fördersätze je installierter kWel

 

Blockheizkraftwerk – Neue BAFA – Förderung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert neue BHKW bis 20 kWel in Bestandsbauten. Anlagen im Neubau sind nicht förderfähig. Es kann ein einmaliger Investitionszuschuss beantragt werden, der nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt ist.

 

Beispiel für die Zuschüsse (siehe Tabelle):

  • sehr kleine Anlagen mit einer Leistung von 1 kWel (für Ein- und Zweifamilienhäuser) :  1.500 €
  • große Anlagen mit 19 kWel   3.450 €
  •  

    Die folgenden Vorraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Förderung für das neue BHKW beantragt werden kann:

  • Die Anlagen dürfen grundsätzlich nicht in einem Gebiet mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme liegen.
  • Zudem ist ein Wartungsvertrag für die Anlagen zwingend erforderlich.
  • Das Blockheizkraftwerk muss sehr anspruchsvolle Energieeffizienzanforderungen erfüllen, die deutlich oberhalb der EU-KWK-Richtlinie für Kleinstanlagen liegen.
  • Die Primärenergieeinsparung muss für Anlagen kleiner 10 kWel mindestens 15 Prozent und für Anlagen von 10 kWel bis einschließlich 20 kWel mindestens 20 Prozent betragen.
  • Außerdem muss ein Gesamtnutzungsgrad der Anlage von mindestens 85 Prozent erreicht werden.
  • Ferner ist ein Wärmespeicher mit einen Energiegehalt von mindestens 1,6 kWh pro installierte kWth erforderlich. Falls ein bereits bestehender Wärmespeicher vorhanden ist, der die Anforderungen erfüllt, jedoch älter als 5 Jahre alt ist, würde sich der Förderanspruch um insgesamt 10 Prozent verringern.
  • Die Steuerung und Regelung muss für eine wärme- und stromgeführte Betriebsweise inklusive eines intelligenten Wärmespeichermanagements sowie eines Messsystems zur Bestimmung des aktuellen Strombedarfs (Smart Meter) für Anlagen ab 3 kWel erfolgen.
  • Alle förderfähigen KWK-Anlagen sind künftig in der BAFA-Liste aufgeführt. (Diese Liste soll ab 15.03.2012 erstmalig veröffentlicht und anschließend kontinuierlich erweitert werden.)
  • Es dürfen vor Antragstellung noch keine rechtsgültigen Lieferungs- und Leistungsverträge unterzeichnet worden sein.
  •  

    Blockheizkraftwerk – Antragstellung

    Die Beantragung ist ab 01.04.2012 möglich. Formulare und Merkblätter werden in Kürze auf der Homepage des BAFA veröffentlicht. Ab 01.01.2014 werden die Fördersätze für ein neues Blockheizkraftwerk um etwa 5 Prozent im Jahr sinken.

     

    Künftige Fördermöglichkeiten für Kraft-Wärme-Kopplung:

    Die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes 2012 ist nun ebenfalls veröffentlicht. Diese soll laut BMWi noch in diesem Sommer 2012 in Kraft treten. Dieses KWK-Gesetz regelt insbesondere die Vergütung des erzeugten Stromes vom Blockheizkraftwerk. Nach diesem Gesetz ist auch weiterhin eine intensive Förderung zu erwarten. Zudem wird der Verwaltungsaufwand für kleine KWK – Anlagen reduziert. Die KWK – Anlage muss mindestens 5 Kubikmeter Wasservolumen aufweisen und der jährliche Wärmeverlust muss unterhalb von 19 Prozent liegen. Das Gesetz regelt aber auch beispielsweise die Abnahmeverpflichtung des KWK-Stromes durch den Netzbetreiber.

    Detailliertere Angaben und weitere für Hausbesitzer wichtige Angaben aus dem KWK-Gesetz werden auf dieser Seite wieder veröffentlicht, sobald das Gesetz tatsächlich in Kraft treten wird.
     

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    1 comment to Kraft-Wärme-Kopplung – Bund fördert Blockheizkraftwerk ab 01.04.2012

    • Das neue KWK-Gesetz 2012 ist nun in Kraft. Der Zuschuss für den eingespeisten Strom stieg sogar um 0,3 ct/kWH auf 5,41ct/kWH.

      BAFA, Bundesländer und teilweise die Gasversorger gewähren Zuschüsse für die Anschaffung. Auch die Technik wird stetig besser. Mittlerweile sind Mini und Micro-BHKW erschwinglich, die sich bereits für Einfamilienhäuser lohnen.

      Leider sind die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Besteuerung und der Nebenkostenabrechnung noch nicht sicher geregelt.
      Das BHKW ist ein unerschätztes Multitalent. Viele wissen jetzt, das es Strom und Wärme erzeugt
      … und erfahren später, dass es auch Mengen von Rechtsfragen produziert.

      Aber im Ernst: Ein BHKW ist eine feine aber teuere Sache. Damit es seine Vorteile gegenüber einem wesentlich günstigeren Brennwertkessel ausspielt, muss die Stromerzeugung reibungslos laufen. Gerade hier stören die Rechtsprobleme. Bundesfinanzhof und Finanzverwaltung sehen die Stromerzeugung grundsätzlich als gewerblich an, ebenso kann Umsatzsteuer anfallen. Wie im Steuerrecht üblich, gibt es diverse Wahlrechte, die bereits bei der Planung berücksichtigt werden sollten. Viele merken dies zu spät. Planung und Finanzierung sind dann im besten Fall nicht optimal. Viele Rechtsfragen sind offen und nur per Verwaltungsanweisung vorläufig geregelt, andere liegen dem Bundesfinanzhof vor. Dies ist z. B. die elementare Frage der Umsatzsteuer-Bemessungsgrundlagen bei der gleichzeitigen Produktion von Strom und Wärme.

      Auch hinsichtlich der Nebenkostenabrechnung beim BHKW-Betrieb fehlt eine sichere Rechtsgrundlage. So entsprechen z. B. die umlagefähigen Kosten nicht den steuerlich zu berücksichtigenden Werten. Auch fehlt es an einer sicheren Grundlage für die Kostenaufteilung zwischen den umlagefähigen Kosten der Wärmeproduktion und den nicht umlagefähigen Kosten der Stromproduktion.

      Neben der schwierigen technischen Materie werden ob der rechtlichen Unsicherheiten viele von einem BHKW Abstand nehmen.
      Aktuell (August 2012) hat sich herumgesprochen, dass die Erergiesteuererstattung nicht mehr gewährleistet ist. Die Hauptzollämter lassen die Anträge ruhen.
      Selbst die Finanzämter sind mit den lückenhaften und wechselnden Verwaltungsvorschriften teilweise nicht vertraut. Bei der Besteuerung von BHKW herrscht allgemeine Verwirrung. So wendet sich der Ratsuchende dann an diverse Internetforen. Hier finden sich Antworten zu allen Rechtsfragen. Leider sind die zu Grunde liegenden Sachverhalte teilweise nicht eindeutig. Auch betreffen die Angaben teilweise längst aufgegebene Rechtsauffassungen der Finanzverwaltung. Wissen Sie, ob die Anschaffung eines BHKW die Reparatur eines unselbständigen Gebäudeteils oder den Erwerb eines eigenen Wirtschaftsguts darstellt? Ist die Überlassung von Wärme an Mieter umsatzsteuerpflichtig? Immer? Auch bei einer WEG? Was ist die Bemessungsgrundlage?

      So ist der Grad höchst möglicher Verwirrung erreicht und der Ratsuchende entscheidet sich, vielleicht doch noch ein Jahr zu warten. Wenn die Bundesregierung BHKW fördern möchte, ist dringend Klarheit bei den rechtlichen Regelungen geboten.

      Aktuell ist jedem BHKW-Interessierten anzuraten, sich vor der Kaufeintscheidung selbst intensiv mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Besteuerung von Blockheizkraftwerken zu beschäftigen oder mal ein Buch hierüber zu lesen.

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