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Effizient Heizen

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In Zeiten ständig steigender Energiepreise stellt sich öfter die Frage: Wie kann ich wirtschaftlich und intelligent meine Wohnung beheizen?

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Eisspeicher – Funktionsweise & Kosten; Bild: Maik Schwertle / pixelio.de

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Eine Wasseruhr, die zu groß dimensioniert ist, kann für Hausbesitzer und Mieter teuer werden. Was hat es damit auf sich?

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Wie funktioniert eine Heizung mit Brennstoffzelle? Welche Kosten sind zu erwarten?

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Wie effizient ist ein Brennwertkessel ?
Vergleich der Nutzungsgrade und Jahresverluste bei Niedertemperatur- und Brennwerttechnik

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Informationen zum Heizöltank für die Ölheizung – Vorschriften, Wartung und Kauf

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15 wichtige Regeln bei der Berechnung von KfW-Effizienzhäusern als Nichtwohngebäude


15 wichtige Regeln bei der Berechnung von KfW-Effizienzhäusern als Nichtwohngebäude

– Neue Technische FAQ der KfW für Nichtwohngebäude

Technische FAQ der KfW für Nichtwohngebäude sind bereits lang ersehnt von Energieberatern, die Nichtwohngebäude bilanzieren, Förderanträge stellen und die Bauvorhaben begleiten. Sie schaffen mehr Sicherheit.

Eigentlich sind in diesen FAQ keine Neuerungen formuliert, jedoch ließen bisher die Anforderungen der EnEV und die Vorgaben der DIN V 18599 in einigen Punkten größeren Interpretationsspielraum. Hinzu kommen verschärfte Ansichten der KfW bei Berechnungen zum Effizienzhaus in Wohngebäuden, die in Teilen auch auf Nichtwohngebäude angewandt werden müssten. Diese Unsicherheiten werden nun mit den technischen FAQ der KfW aus dem Weg geräumt.

Neue Technische FAQ der KfW für Nichtwohngebäude

Neue Technische FAQ der KfW für Nichtwohngebäude

Welche Regelungen enthalten Technische FAQ der KfW für Nichtwohngebäude?

  1. Effizienzhausberechnung

Inwieweit Gebäude und Gebäudeteile getrennt oder als ein zusammenhängendes Gebäude zu bilanzieren sind, muss im Einzelfall geprüft werden. Entsprechend der bisherigen Auslegungsstaffeln gilt hierbei die selbständige Nutzbarkeit als Teilungskriterium.

  1. Anbau / Erweiterung eines Gebäudes

Anbauten bzw. Gebäudeerweiterungen sind in der Regel separat als Neubau zu bilanzieren. Lediglich, bei offenem Raumverbund zum Gebäudebestand, ist eine Bilanzierung des Gebäudes im Rahmen des KfW-Effizienzhausprogramms für Gebäudesanierung möglich.

  1. Ausbau unbeheizter Gebäudeteilen

Beim Ausbau vorhandener, aber bisher thermisch nicht konditionierter Gebäudeteile, ist nicht nur dieses Gebäudeteil zum Effizienzhausniveau zu bilanzieren, sondern das gesamte Gebäude. Es sind hierbei die Vorgaben für das KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ einzuhalten. Gegebenenfalls kann alternativ die Förderung von Einzelmaßnahmen beantragt werden.

  1. Berücksichtigung des Energieaufwands für Produktionsprozesse

Analog zu den Regelungen der EnEV und der Auslegungsstaffeln, ist der Energieaufwand der Produktionsprozessen zuzuordnen ist, nicht Bestandteil der EnEV und ist daher nicht zu bilanzieren. Das bedeutet, dass Kühlhallen aber auch einzelne Zonen die im Rahmen von Produktionsprozessen beheizt oder gekühlt werden, in der Bilanz nicht berücksichtigt werden dürfen.

  1. Thermisch nicht konditionierte Zonen

Thermisch nicht konditionierte Zonen sind nicht Bestandteil der EnEV und sind daher nicht zu bilanzieren. Leider ist dieser Punkt in den FAQ (Punkt 1.13) nicht sehr deutlich formuliert. Von Bedeutung ist, dass in unbeheizten Zonen auch der Beleuchtungsbedarf nicht zu bilanzieren ist, da die gesamte Zone nicht betrachtet wird. Die angrenzenden Zonen sind gegen unbeheizte Zonen oder gegen Außenluft zu bilanzieren. Dabei wird in offen gehaltenen Tiefgaragen (analog zu Garagen von Wohngebäuden) Außenlufttemperaturniveau angenommen.

  1. Indirekt beheizte Zonen

Werden Räume oder Zonen indirekt durch Raumverbund beheizt (beispielsweise der innenliegender Flur), also durch angrenzende beheizte Räume oder Zonen, so sind diese Bereiche ebenfalls als beheizt anzusetzen.




  1. Anpassung der Raum-Solltemperatur

Die Anpassung der Raum-Solltemperatur ist im Regelfall nicht möglich. Nur wenige Ausnahmen für gewerbliche Hallennutzung oder den Vorgabebereichen der EnEV Anlage 2 sind  zulässig.

  1. Vereinfachung bei geometrischen Aufmaß

Vereinfachungen zum geometrischen Aufmaß dürfen nach der „Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung im Nichtwohngebäudebestand“ erfolgen. Jedoch sind Treppenabgänge, Aufzugsschächte und Leitungsschächte, die vom beheizten zum unbeheizten Bereich führen, bei Mehrzonenmodellen NICHT zu übermessen (s. Auslegung Technische FAQ der KfW für Nichtwohngebäude).

  1. Bodenplatten gegen Erdreich

Der vereinfachte Ansatz der Transmission von Bodenplatten über das Erdreich mit Temperaturkorrekturfaktoren (Fx-Wert) darf nur in beheizten Zonen, nicht aber in gekühlten Zonen erfolgen. Ferner sind bei der U-Wertberechnung der Bodenplatte die Schichten der Schüttlagen (Sauberkeitsschicht, Dränschicht etc. ) nicht im U-Wert zu berücksichtigen.

  1. Wärmebrücken

Wärmebrückenzuschläge können zonenweise festgelegt werden. Entsprechend ist zonenweise der Nachweis zu führen. Auch bei einer besseren Ausführung der angrenzenden Bauteile, ist bei einem pauschalen Ansatz von 0,05 W/(m²K) ein Gleichwertigkeitsnachweis für die entsprechenden Wärmebrücken zuführen. Diese Regelung widerspricht den Regelungen der EnEV, ist aber mit den bisherigen Effizienzanforderungen für Wohngebäude vergleichbar. (vgl. Technische FAQ der KfW für Nichtwohngebäude & Technische FAQ der KfW für Wohngebäude)

  1. Trinkwarmwasser

Der Trinkwarmwasserbedarf richtet sich nach der bedarfserzeugenden Zone (nicht nach der Zone, in welcher der Bedarf gedeckt wird). So ist als bedarfserzeugende Zone in einem Bürogebäude die Büroflächen anzusetzen, nicht die WC-Fläche.

  1. Wärmepumpen

Wärmepumpen sind standardmäßig als bivalente Systeme abzubilden. Das bedeutet, dass analog zum Wohngebäude-Effizienzhaus ein Heizstab anzusetzen ist. Zudem müssen die Leistungszahlen (COP) je nach Einsatz jeweils für den Heizungsbetrieb, die Trinkwassererwärmung bzw. den Kombibetrieb ausgewiesen werden. Ferner kann für Wärmepumpen, die über einen eigenen Stromliefervertrag (Wärmepumpentarif) betrieben werden, kein regenerativ erzeugter Strom (PV-Strom) berücksichtigt werden. Lt. Technischer FAQ der KfW sind unterbrechbare Verbraucher in der Anrechnung von PV-Strom nicht zu berücksichtigen.

  1. BHKW / Brennstoffzellen

Ein gebäudebezogen betriebenes BHKW oder eine Brennstoffzelle ist als Nah-/Fernwärmesystem anzusetzen.

  1. Abwärme aus Produktionsprozessen

Abwärme aus Produktionsprozessen kann in der Bilanz berücksichtigt werden. Voraussetzung ist, dass sie über einen Wärmeübertrager in ein Wärmeverteilsystem eingespeist wird.

  1. Hydraulischer Abgleich

Die Erstellung eines hydraulischen Abgleichs ist nach den technischen FAQ der KfW bei Erstellung eines Effizienzhauses stets erforderlich. Diese erfolgt ebenfalls auf dem VdZ-Formular für Wohngebäude. Dabei ist das Verfahren A je Heizkreis nur bis 500 m² zulässig.

Neue Technische FAQ der KfW für Nichtwohngebäude können hier herunter geladen werden: Technische FAQ der KfW für Nichtwohngebäude.

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