Strom – Abschied von der Glühlampe
Montag 23. April 2012 von Siegert
Wechsel von der Glühlampe zur Energiesparlampe und zur LED
Der Wechsel von der Glühlampe zur Energiesparlampe kann im Haushalt zu Stromeinsparungen von deutlich über 50 € führen.
Nachdem die “matt-strahlende” Glühlampe sowie alle Glühlampen ab 60 Watt bereits aus dem Handel genommen wurden, darf nunmehr zum 01.09.2012 auch keine Glühlampe mit einer Leistung ab 25 Watt verkauft werden. Der Endverbraucher wird damit gezwungen sich Alternativen zu suchen, wie beispielsweise die Energiesparlampe oder die LED, mit gleicher Fassungsgröße, gleicher Beleuchtungsqualität und teilweise auch schon gleichem Design.
Vergleich von Energiesparlampe und Glühlampe
Die Einsparungen an Strom sind gewaltig. So verbraucht die Energiesparlampe im Vergleich zur klassischen Glühlampe – bei gleicher Lichtleistung – nur etwa 20 % des Stroms. Hinzu kommt im Durchschnitt eine achtfach höhere Lebensdauer.
Trotz eines (schätzungsweise fast zehnfach) höheren Kaufpreises, amortisiert sich der Kauf der Energiesparlampe sehr schnell.
Nach ungefähr 1.000 Betriebsstunden sollte sich der Kaufpreis amortisiert haben. Das heißt, dass ab der 1.000 Betriebsstunde echter „Gewinn“ ansteht.
Übrigens die 25-Watt- Glühlampe läuft ab 01.09.2012 ebenfalls aus.
Im Folgenden ist eine Vergleichsrechnung der Initiative EnergieEffizienz (dena) dargestellt. Der Vergleich ist sehr anschaulich. Die hierbei angenommene Lebensdauer von 10.000 Stunden stimmt zwar mit der Packungsaufschrift der Energiesparlampe überein, entspricht jedoch in vielen Fällen leider nicht der Realität. Allerdings sind innerhalb der letzten 12 Monate die Strompreise sehr stark gestiegen, so dass die meisten Hausbesitzer inzwischen nicht mehr 21 Cent sondern bereits 24 Cent (und mehr) pro verbrauchter Kilowattstunde bezahlen müssen.
Tipp: “Normale” Energiesparlampen sind nicht dimmbar. Wer diese Energiesparlampen dimmt, wird feststellen müssen, dass diese nach kürzester Zeit defekt sind. Für diese Fälle sind im Handel speziell dimmbare Energiesparlampen erhältlich.
Vergleich von LED und Glühlampe
Als Faustregel kann man sagen, dass die Leistung einer LED multipliziert mit 10 ungefähr die Leistung einer klassischen Glühlampe in Watt ergibt. Das heißt 5 bis 10 Watt LED entsprechen einer 100 Watt der Glühlampe.
Der Vergleich LED Lampe und Glühbirne führt somit zu einem 90 bis 95 Prozent geringeren Stromverbrauch bei LED Lampen.
Ein Beispiel für Hausbesitzer: Hausnummern-Beleuchtung am Einfamilienhaus:
Für eine Hausnummernbeleuchtung kann bis zum 31.08.2012 beispielsweise noch eine 25 W Glühlampe gekauft werden. Bei durchschnittlicher Brenndauer von 10 Stunden pro Nacht und einem aktuellen Strompreis von 0,24 € pro verbrauchter Kilowattstunde liegen die jährlichen Stromkosten für diese Glühlampe bei 21,90 €. Hinzu kommen etwa 2,00 € für den Austausch defekter Glühlampen. Die Gesamtkosten für die Beleuchtung mit einer Glühlampe betragen damit 23,90 € pro Jahr.
Der Austausch der 25W-Glühlampe gegen eine gleichwertige 5W-Energiesparlampe würde bei gleichen Randbedingungen im Jahr 4,40 € Stromkosten und 1,60 € Materialkosten für den Austausch defekter Energiesparlampen bedeuten. Die Gesamtkosten für die Beleuchtung mit einer Energiesparlampe betragen damit nur 6,00 € pro Jahr.
Der Austausch 5W-Energiesparlampe gegen eine 1,5W-LED-Lampe würde bei gleichen Randbedingungen im Jahr 1,30 € Stromkosten und durchschnittlich nur etwa 0,10 € Materialkosten für den Austausch defekter LED-Lampen verursachen. Die Gesamtkosten für die Beleuchtung mit einer LED -Lampe betragen damit nur 1,40 € pro Jahr.
Noch mehr sparen könnte man höchstens mit einer solarbetriebenen Hausnummernbeleuchtung …
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 23. April 2012 um 10:00 und abgelegt unter Beleuchtung, Energie - Strom und mehr. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.




Freitag 3. Dezember 2010 um 13:07
Nichts gegen die erwähnter Spareffekte – aber schon mal daran gedacht, dass diese Glühlampen gerade in der dunklen Jahreszeit erheblich zur Beheizung gerade der sog. Niedrigenergiehäuser beitragen können? Dann ist der Flimmereffekt und das schmale Lichtspektrum dieser Lampen auch nicht gerade unserer Gesundheit förderlich, was neuere Untersuchungen nachweisen. Zudem sind diese Lampen weiterer Sondermüll nach ihrem endgültigen Erlöschen…
Mittwoch 10. August 2011 um 06:37
also ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll. 20% Einsparung ist schön und gut, aber dafür das grässliche Licht in kauf nehemen und eine riesen menge an Sondermüll produzieren?!? Ich halte es für wesentlich sinnvoller, lieber öfters mal nach günstigeren Stromanbietern zu gucken. Wenn man Glück kann dort die Ersparnis noch wesentlich größer sein. Hier kann man einen kostenlosen Tarifvergleich machen und wenn man möchte direkt einen Wechsel durchführen. So habe ich es jetzt schon zum zweiten Mal gemacht und ich bin sehr zufrieden.
Mittwoch 10. August 2011 um 10:41
Hallo Marion,
den Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter können wir auch nur empfehlen. Wichtig ist dabei, dass man auch das “Kleingedruckte” liest. … sonst ergeht es einem so wie den vielen Teldafax-Kunden, die Vorauskasse geleistet haben und nun – nachdem Teldafax Insolvenz angemeldet hat – auf einer riesigen Gläubigerliste stehen, ohne große Erfolgsaussichten.
Doch was spricht dagegen, dass man primär Strom einspart? Das was man nicht verbraucht, muss man auch nicht bezahlen (egal, ob teuer oder billig). Übrigens gibt es inzwischen Stromsparlampen in fast allen Farbtönen und in verschiedenen Design-Formen. Eine Energiesparlampe kann auch aussehen wie eine “normale” Glühlampe – nur mit weniger Stromverbrauch.
Zum Sondermüll: Das sehen wir auch als echtes Problem. Die Energiesparlampen dürfen bis zu 5 mg Quecksilber enthalten (Markenprodukte enthalten oftmals unter 2mg). Aber wußten Sie, dass auch bei der Stromerzeugung in Kohlekraftwerken Quecksilber frei wird?
So “verbrauchen” bzw. emittieren Glühlampen durchschnittlich 0,86 mg Quecksilber im Laufe ihrer Lebensdauer (laut einer Hochrechnung der Verbraucherzentrale). Wenn man nun noch einkalkuliert, dass eine Energiesparlampe 8 -mal länger lebt, so ist der Mehrverbrauch der Glühlampe wesentlich umweltschädlicher; und das selbst wenn davon ausgehen würde, dass 80 Prozent der Leuchten im normalen Hausmüll landen.
Dennoch sehen wir auf diesem Sektor unbedingt Handlungsbedarf und hoffen, dass hier noch einige weiterführende Regelungen getroffen werden.
… beispielsweise ein bundesweites Pfandsystem: Nach Gebrauch kann man die Energiesparlampen wieder abgeben und bekommt den “Pfand” zurückerstattet.
Donnerstag 11. August 2011 um 06:28
das mit dem Sondermüll wusste ich bisher noch nicht. Aber so richtig anfreunden kann ich mich damit trotzdem noch nicht. Hoffen wir einfach das sich in der Entwicklung in naher Zukunft noch ein bisschen was ändert, vielleicht findet man ja noch eine Lösung die beide Seiten zufrieden stellt.
Beste Grüße