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Der „perfekte“ Fußboden – Vor- und Nachteile von Laminat, Parkett & Co.


Der „perfekte“ Fußboden – Vor- und Nachteile von Laminat, Parkett & Co.

 

Der „richtige“ Fußboden ist nicht nur Geschmackssache. Parkett, Laminat, Steinböden, Böden mit Laminat, Teppich oder Linoleum – alle müssen bestimmte Funktionen erfüllen und zudem den individuellen Stil des Raumes unterstützen. Im Folgenden sind die Vor- und Nachteile typischer Fußböden beschrieben.

Der "perfekte" Fußboden - Vor- und Nachteile von Laminat, Parkett & Co. - Bild: Tellerschleifer für Fußboden mit Parkett oder Dielen; Quelle: Petra Bork / pixelio.de

Der „perfekte“ Fußboden – Vor- und Nachteile von Laminat, Parkett & Co. – Bild: Tellerschleifer für Fußboden mit Parkett oder Dielen; Quelle: Petra Bork / pixelio.de

1. Dielen und Parkett im Bestand

In Bestandsgebäuden findet man häufig alten Fußboden aus Dielen oder Parkett. Meistens kann dieser Boden wieder aufgearbeitet werden. Die Dielen können abgeschliffen werden. Einzelne defekte Bretter können durch andere Bretter ersetzt werden.

Sind die Fugen zwischen den Dielen zu groß, können sie mit spezieller (elastischer und formaldehydfreier) Fugenmasse verschlossen werden.

Wer noch altes Parkett aus den Jahren vor 1970 besitzt, kann über die Abdichtung auch einen Schutz vor Ausdünstungen des Parkettklebers bewirken. Diese damaligen Kleber sind krebserregend und können polychlorierte Biphenyle (PCB) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Die Stiftung Warentest bietet übrigens eine Analyse des alten Parkettklebers an, um mögliche Zweifel auszuschließen.

2. Neuer Holzboden

Für einen neuen Holzboden gibt es die verschiedensten Möglichkeiten:

  • Holzdielen: massive Bretter, die meist auf eine Trägerkonstruktion genagelt oder verschraubt werden
  • Zwei- oder Dreischicht-Landhausdielen: können eventuell auch schwimmend verlegt werden
  • Stab- oder Mosaikparkett: traditionelles Parkett, welches vollflächig auf ebenen Estrich verklebt wird
  • Fertigparkett: oftmals auch als Klicksysteme erhältlich; Verlegung erfolgt schwimmend auf einer Dämmunterlage
  • Mehrschichtparkett: auch zwei- oder dreischichtiges Fertigparkett

Die Hölzer für Dielen bzw. Parkett sind oftmals bereits mit Öl, Wachs oder Lack behandelt, so dass sie nach dem Verlegen sofort genutzt werden können.

Für die Langlebigkeit ist insbesondere die Dicke der Nutzschicht von Bedeutung. Je größer die Nutzschicht ist, umso häufiger kann das Parkett abgeschliffen und wieder aufgearbeitet werden.

Besonderheit Kork

Kork wird aus der Rind der Korkeiche, die im Mittelmeerraum beheimatet ist, gewonnen. Hierbei werden die Bäume geschält. Der gewonnenen Rinde werden teilweise synthetische Bindemittel zugesetzt, so dass unter Umständen Schadstoffbelastungen möglich sind. Hier lohnt es sich auf Gütesiegel zu achten. Die Korkplatten können entweder direkt auf dem Fußboden verklebt werden oder in Form von Klickparkett schwimmend verlegt werden. Größere Unterschiede gibt es ebenfalls in der Oberflächenbeschichtung.

Besonderheit Laminat

Laminat ist kein „echter“ Holzboden. Es hat eine aufgedruckte Holzmaserung. Jedoch ist das Trägermaterial eine HDF- oder Spanplatte. Eine robuste Kunststoffbeschichtung schützt den Boden vor Beschädigungen. Ein Boden aus Laminat kann nicht abgeschliffen und aufgearbeitet werden, wie ein Boden aus Parkett oder Dielen. Die Nutzschicht beträgt etwa 3 bis 4 Millimeter. Empfehlenswert ist eine Nutzungsklasse von mindestens 23/31. Besser noch ist die Nutzungsklasse 32, teilweise auch mit antistatischem Effekt. Unter dem Laminat sollte stets eine Trittschalldämmung ausgerollt werden (Kork, Rippenpappe oder PE-Schaum). Laminat ist ein „harter“ Fußboden und erfordert daher eine Schalldämmung als Lärmschutz.

  • Vorteile von  Laminat: Die Oberflächen sind meist deutlich strapazierfähiger und härter im Vergleich zum Parkettfußboden. In der Regel sind die Oberflächen auch vergleichsweise fleckenunempfindlich. Besonders günstig ist natürlich der Preis und die vergleichsweise einfache Art der Verlegung des Fußbodens im Vergleich zum Parkettboden.
  • Nachteile von Laminat: Unter bestimmten Bedingungen ist eine elektrostatische  Aufladung zu beobachten. Ferner ist der Laminatfußboden für Feuchträume völlig ungeeignet, da die Faserplatten sehr stark aufquellen können, sobald Wasser in die Fugen eindringt. Dieser Schaden lässt sich nicht mehr reparieren. Dennoch lässt sich natürlich auch ein Laminatfußboden feucht (nicht triefend nass) reinigen.

Man findet noch mehr Informationen über Laminat auf holzland.de.

 

3. Bodenbeläge

Linoleum

Linoleum besteht aus Leinöl, Harzen, Kork-, Holz- und Kreidemehl, aus verschiedenen Farbpigmenten und Jute als Trägergewebe. Linoleum gibt es in vielen Farben und Mustern und ist insgesamt als pflegeleicht und robust zu bezeichnen. Als weiteres besonderes Plus ist die natürliche Trittschalldämmung und die Dämmwirkung insbesondere bei dickerem Linoleum (4 mm) zu erwähnen. Unbehandeltes Lineoleum (kaum noch erhältlich), muss nach dem Verlegen mit speziellem Flüssigwachs behandelt werden.

  • Vorteile: pflegeleicht, fußwarm, schalldämmend, feuchtigkeitstolerant
  • Nachteile: unter Umständen schadstoffbelastet

Teppich

Der Teppich sieht nicht nur gut aus, sondern nimmt den Schall auf, kann etwas Feuchtigkeit regulieren und wärmedämmend wirken. Der Anteil an natürlichen Materialien und an chemischen Zusätzen ist sehr unterschiedlich.

  • Vorteile: fußwarm, feuchtigkeitsregulierend, Trittschall dämmend
  • Nachteile: schwer zu reinigen, unter Umständen schadstoffbelastet

Fliesen / Keramik / Stein

Fliesen und Steinböden zeigen ihre Stärke vor allem in Sanitärräumen und in der Küche mit erhöhter Feuchte- und Wasserbeanspruchung. Zudem sind sie relativ einfach zu reinigen. Aufgrund der guten Wärmeleitung eignen  sich Fliesen und Steinböden besonders bei Fußbodenheizung.

  • Vorteile: nicht brennbar, kaum Schadstoffbelastungen, pflegeleicht, Feuchteunempfindlich, haltbar
  • Nachteile: schlagempfindlich, fußkalt, keine Geräuschabsorbtion

 

Tipp zur Auswahl des passenden Fußbodens

Ein häufiges Problem ist, dass man sich einfach nicht vorstellen kann, wie der eine oder der andere Fußboden im Raum wirken würde. Wie würde die Wohnstube beispielsweise mit einem Fußboden aus Laminat im Design Sibirische Fichte aussehen? … oder die Küche mit Laminat im Design Konstantin Grcic SUNRAY? Zu den verschiedensten Produktgruppen, wie Parkett, Laminat, Kork, Linoleum, Vinyl, Terrassendielen, Paneele, Massivholzdiele, Furnier, Designboden und Wandfarben gibt es inzwischen die Möglichkeit online die Holzart bzw. die Farbe auszuwählen und sich den Boden für einen kompletten Raum anzusehen. Zum Bödenfinder kann ergänzend der passende Raum (Küche, Bad, Flur, Wohnstube etc.) und die Einrichtung ausgewählt werden.

 

Ergänzende Beiträge zum Thema  – Der „perfekte“ Fußboden: Vor- und Nachteile von Laminat, Parkett & Co.


2 comments to Der „perfekte“ Fußboden – Vor- und Nachteile von Laminat, Parkett & Co.

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