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Planung von Bad- und Sanitär- Einrichtungen


Planung von Bad- und Sanitär- Einrichtungen

Viele Hausbesitzer lassen sich von den herrlichen Designereinrichtungen aus Bad- & Sanitärprospekten  inspirieren. Damit Optik und Funktion im Bad letztendlich auch gegeben sind, ist bei der Errichtung und Gestaltung des Bades eine gründliche Planung und zudem eine sorgfältige Ausführung unerlässlich.

 

Planung von Bad- und Sanitär- Einrichtungen; Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Planung von Bad- und Sanitär- Einrichtungen; Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Technische Anforderungen an das Bad

Aus bauphysikalischer Sicht, ist das Bad höchsten Anforderungen ausgesetzt. Wasser und Luftfeuchte könnten im ungünstigsten Fall erhebliche Schäden am Gebäude anrichten (Wasserschäden, Schimmel etc.).

Für die Ausführung sind natürlich allgemein anerkannte Regeln der Technik (a.a.R.d.T.) einzuhalten. Dennoch sieht jedes Bad anders aus. Je nach Geschmack und Vorstellungen möchte ein Hausbesitzer beispielsweise in einem kleinen Sanitärraum lediglich ein WC und ein kleines Handwaschbecken mit Kaltwasseranschluss und in einem anderen Raum dafür eine riesige „Wellness-Oase“ mit allen Extras.

Diese Planungen sollten langfristig erfolgen. Grundrisse sollten zuvor erstellt werden und eventuell auch die gewünschten Einrichtungen konkret eingetragen werden. Danach sind zunächst die Anschlüsse für Kaltwasser, Warmwasser und Abwasser zu planen. Bei bestehenden Gebäuden bietet es sich an, die Planung der Einrichtung, den bereits vorhandenen Anschlüssen anzupassen.

 

Berücksichtigung der Bauphysik im Bad

Im Bad sind üblicherweise höhere Belastung an Wasser und Wasserdampf möglich. Daher müssen alle Baustoffe im Bad eine höhere Feuchtebelastung vertragen.  Das bedeutet, ungeeignet sind für Wand und Fußboden beispielsweise Holzwerkstoffe oder gipshaltige Baustoffe ohne speziellen Feuchteschutz.

Diese Baustoffe würden im Lauf der Zeit aufquellen und ihre Festigkeit verlieren. Zu beachten ist auch, dass Fliesen als „Schutzmaßnahme“ nicht unbedingt ausreichend sind. Insbesondere die Fugen sind nicht wasser- und diffusionsdicht und so könnte bei entsprechender Feuchtebelastung das Wasser auf den gipshaltigen Untergrund gelangen. Langfristig wären also Schäden vorprogrammiert.

Selbstverständlich ist, dass das Bad grundsätzlich so geplant werden muss, dass die überschüssige Raumluftfeuchte (und der entstehende Geruch) durch Lüftung schnell wieder abgeführt werden kann und das Bad auch entsprechend schnell (und komfortabel) wieder aufgeheizt werden kann. Gemeint ist hierbei nicht unbedingt eine elektrische Fußbodenheizung.

Übrigens sucht sich überschüssige Raumluftfeuchte immer den kältesten Punkt zum Kondensieren. Dieser Fakt ist gerade in älteren (und ungedämmten) Gebäuden wichtig. So kommt es nach dem Duschen dazu, dass das Wasser an Fensterscheiben, am Spiegel und im ungünstigsten Fall auch an der Außenwandecke kondensiert. Im letzteren Fall könnte es langfristig zur Schimmelbildung kommen.

Zudem muss das (flüssige) Wasser ebenfalls schnell wieder abtransportiert werden können. Das bedeutet, dass in relevanten Bereichen auf ein entsprechendes Gefälle zu achten ist. Das betrifft beispielsweise Wannen und Wannenanschlüsse, Waschbecken etc.. Gerade in den Fugen darf das Wasser keine Chance haben, sich länger aufzuhalten. Diese Fugen würden ansonsten einen idealen feucht-warmen Nährboden für Schimmelpilze darstellen.


Konkrete Tipps zur Planung

Ein Bad wird oftmals für das gesamte Leben geplant. Kennen Sie das? Anfangs reicht im Bad ein Handwaschbecken und eine Toilette und vielleicht noch eine kleine Dusche. Später sollen auch noch eine Badewanne und einzelne Badeaccessoires hinzukommen. … und Jahre später muss das Bad möglicherweise sehr kosten-aufwendig Seniorengerecht umgebaut werden…

Hier eine kleine Checkliste zur Planung:

  • Welche grundsätzlichen Anforderung müssen erfüllt sein ? (Raumgröße, Beleuchtung, Lüftung, Heizung, Ausstattung, Kosten)
  • Welche Anforderungen könnten künftig hinzu kommen ? (Familienplanung, altersgerechte Planung)
  • Für wieviel Personen sollte das Bad ausgelegt sein ?
  • Besteht Geruchsbelästigung bei gleichzeitiger Integration von WC und Dusche/Badewanne?
  • Welche Geräuschbelästigungen sind möglich ? (Schallschutzvorkehrungen)
  • Welche technische Ausstattung und Anordnung der Einrichtung ist erforderlich ? (auch Berücksichtigung von Steckdosen, Waschmaschinenanschluss etc.)
  • Reicht der Raum für die geplante Möblierung?

 

Ausstattung – Design & Funktionalität

Sobald die Planung der Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroinstallation abgeschlossen ist, kann das Bad entsprechend den persönlichen Vorstellungen ausgestattet werden. Mehr als nur eine erste Orientierung bieten hierbei Onlineportale mit Spezialisierung auf Sanitärprodukte. So kann man beispielsweise online  die Hansa Armaturen vergleichen, um so das passende Modell für sich auszusuchen. Dabei haben Onlineportale nicht nur eine äußerst hohe Auswahl (die man im Baumarkt meist nicht in diesem Umfang findet), sondern bieten auch gleichzeitig einen Überblick über die zu erwartenden Kosten.

 

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